Archiv für den Monat: Mai 2015

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Schwertlilie

Die „Magischen Pflanzenbilder“ halten mich auf Trab. Ich erhalte so viele spannende Resonanzen von Menschen, die damit in Kontakt gekommen sind.

Die Kreise schließen sich

Ich fühle mich laufend von weiteren Pflanzen angesprochen und erstelle Bilder zu ihren Botschaften. Es erstaunt mich selbst, mit welcher Leichtigkeit die Information jedes Mal sofort zu fliessen beginnt, wenn ich hinhöre.

Jetzt fange ich einfach mal an, Sequenzen bei YouTube hochzuladen. Vielleicht entsteht auf diese Weise eine neue Serie von Pflanzenbotschaften in postmoderner Unmittelbarkeit.

Iris-original

In Reaktion auf entsprechende Anfragen wird vom 7. bis 9. August hier im Zaubergarten ein Wochenendseminar zum Thema stattfinden, das schon gut gebucht ist. Wer also gerne selbst an diese Art der Pflanzenkommunikation herangeführt werden möchte, ist herzlich willkommen sein  Interesse zu bekunden!

Die 9 Tore

In allen meinen Büchern spielen die Tore eine wichtige Rolle. Sie sind Orientierungspunkte auf dem Enneagramm als Landkarte. Jedes dieser Tore ist wie ein spezifischer Zugang zur Essenz und Pflanzenhelfer können, wenn sie entsprechend eingesetzt werden, als „Schwellenkräfte“ zu Hilfe kommen.

Tore können als Symbol für das Überschreiten einer Schwelle stehen. Es kann Ausgang oder Eingang sein und führt in andere Räume, die eine neue Erfahrung möglich machen. Dies ist das entscheidende Element. Ein Tor ist immer auch ein Lösungsangebot, wenn sinnentleerte Umstände den Menschen nach neuen Perspektiven dürsten lassen. Nach meinem Verständnis, das auf mehr als zwei Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit mit dem Enneagramm aufbaut, sind Torbilder mit symbolischen Inhalten entstanden. Ich habe die neun Tore mit bildlichen Elementen ausgestattet, die auf subtile Art und Weise die Licht- und Schattenqualitäten eines jeden der neun Punkte enthalten. In Motiv, Farbe und Form liegt eine Fülle von Information, die intuitiv aufgenommen werden soll. Es gibt ein Außen und ein Innen, d.h. der Betrachter blickt von außerhalb durch das Tor und die äußeren Aspekte weisen auch darauf hin, welche Gefahrenquellen (Schattenthemen) vorherrschen und was den Be-sucher an diesem Tor vom Wesentlichen ablenkt. Das Innere hingegen spiegelt die essenziellen Gegebenheiten (Lichtaspekt) und vermittelt den Einfluss der heiligen Idee, die der Landschaft hinter dem Tor zugrunde liegt. Wer schauen möchte, welches der Tore momentan oder grundsätzlich bedeutsam sein könnte, kann das unter dem nachfolgenden Link tun und im Anschluß auch einen Pflanzenhelfer zu diesem Tor ziehen.

Tor ziehen

Tor der IdealeTor der GroßzügigkeitTor der Inspiration    Tor der KreativitätTor der ErkenntnisTor der Zuversicht  Tor des LernensTor der KraftTor der Werte

Die Arbeit mit den Toren als Repräsentanten der 9 Positionen eröffnet einen großen Raum für verschiedenste Ansätze der rituellen Arbeit mit Düften. Ein Beispiel für so ein Ritual habe ich bei YouTube unter der Überschrift  „Neue Horizonte“  hochgeladen.  Hier sind die Pflanzenhelfer Yerba Santa (1), Engelwurz (4), Zedernholz (2), Minze (8), Lavendel (5) und Kiefer (7) an ihrem jeweiligen Tor im Einsatz.

Lichtkräfte

Jetzt, wo die Lichtkräfte steigen bis sie zur Mittsommernacht am 21. Juni kulminieren und dann erst wieder die Rückreise antreten, ist eine Zeit des Aus-sich-selbst-herausgehens. Licht sehe ich als göttliche Information. Es ist eine Schwingung, die Lebenskräfte speist. Die Pflanzen, die Tiere und die Menschen werden aus dieser Quelle genährt. Im Geistigen zuhause, ist es für den Menschen auch das Licht der Erkenntnis. Das Tier wärmt sich im Sonnenlicht, es weckt seine Lebensgeister. Die Pflanze verwandelt es in Stärke und das Mineral bricht das Licht in seine Farben auf. Alles arbeitet im Lichtkreis Hand in Hand. Der Sonnenlauf gibt den Rhythmus in der Natur vor. Wenn die Lichtkraft steigt, dann folgt ihr die Natur bis zu dem Punkt höchster Lebensenergie. Wenn das Licht schwächer wird, dann zieht sich auch das Leben in die Dunkelheit zurück. Die Scheitelpunkte im Lichtrhythmus sind für den Menschen seit Urzeiten mit rituellen Handlungen verbunden. Das Licht als höchster Impulsgeber wurde mit allegorischer Vielfalt immer der göttlichen Sphäre zugeordnet und man feierte die besonderen Zeitpunkte im Jahreslauf, um die Lichtkräfte zu ehren.

Die nachfolgenden Räuchermischungen habe ich für diese Gelegenheiten vorzuschlagen.
Räucherrituale haben zu diesen Zeitpunkten ganz besonders viel Kraft.
Gerne darf man auch den eigenen Jahreskreis betrachten, den die innere Sonne erzeugt und der nicht immer mit dem Lauf der Natur korrespondiert. Dann herrscht möglicherweise emotionaler Winter im Herzen, obwohl es draußen 30° hat oder im tiefsten Frost glüht das Herz voller Leidenschaft. In diesem Augenblick das zu räuchern, was dem inneren Jahreskreis entspricht, wäre durchaus in Ordnung.
Die beste Zeit ist immer jetzt, wo es mich anspricht

Lichtfest-Räuchermischnung

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“ Dieser Satz passt zu der vorliegenden Komposition. Sie setzt sich aus Aromapflanzen zusammen, die alle einen herausragenden Bezug zur Licht-Thematik haben. So wie der Begriff Dammar in der malaiischen Sprache ein Synonym für Licht sein soll und das Scheitelchakra öffnet oder die Alantwurzel die Tiefen der Seele ausleuchtet während weißer Salbei mit einer regelrechten Licht-Heilung alle Schatten ablöst. Weihrauch und Eisenkraut erleuchten auf unterschiedliche Weise den Geist während Fichtennadeln und Eukalyptus auf der Gradwanderung zwischen Feuer und Wasser den Lichtstrahl auf das Überleben richten und Elemi zu guter letzt den visionären Lichtblick einbringt. Diese Räuchermischung dient dazu, die Lichtkräfte als Ursubstanz des Daseins zu feiern. Licht hat immer etwas mit Lebenskraft und Liebe zu tun. In diesem Sinne sollen die lichthaften Pflanzen-Anteile in ihr wirken.

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Lichtfest-Material.jpg (31.18 KiB) 877-mal betrachtet

Dies ist eine Mischung, die einen kraftvollen positiven Aspekt in das Leben bringt. Du darfst das Licht feiern, wenn es sich Dir in seiner ganzen Licht-und-Schatten-Schönheit offenbaren soll. Herausforderungen sind dazu da, um an ihnen zu wachsen.

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Schwingungsbild

Wenn dieses Bild dich spontan anspricht, dann könnte eine Lichträucherung für dich angesagt sein. Die Räuchermischung ist dann ein gute Helfer in einem Ritual bei dem du dich kontemplativ mit dem Gegensatz von Licht und Schatten befasst.

Ritual:
Du setzt dich an einen schönen Platz, sei es im Haus oder im Garten und nimmst deine Räucherutensilien mit. Ich persönlich benutze am liebsten ein Räucherstövchen.
Richte den Platz so her, dass es Dir gefällt, dich dort niederzulassen. Vielleicht solltest Du ein Tuch auszubreiten, auf dem dann die Utensilien platziert. Zünde die Kerze oder die Kohle als nächstes an, ohne etwas von der Mischung aufzulegen. Setz dich ganz entspannt hin und meditiere mit auf das Schwingungsbild so lange, bis es auch bei geschlossenen Augen vor dir erscheint. Lass das Bild jetzt eine konkrete Lebenssituation hervorrufen. Welche Schatten sind da besonders aktiv und begrenzen das Ausmaß deiner Lebensfreude? Wie wirkt dieser Schatten auf deine Liebesfähigkeit?
Bleib einen Moment länger bei dieser Frage, denn zumeist offenbart sich der Schatten nicht so schnell. Wenn du ihn auf den Punkt bringen kannst, dann öffne die Augen und werde dir der Schönheit um dich herum gewahr. Versuche auch, verborgene Schönheit zu sehen. Wenn dir das gelungen ist beginne mit der Räucherung. Während du die Mischung auflegst und dich in den aromatischen Eindruck vertiefst, darfst du getrost darauf vertrauen, dass die Lichteinflüsse jetzt ganz gezielt auf die Schattenbereiche einwirken und Ihre eigene naturgewollte und naturgegebene Schönheit erstrahlen lassen.
Du feierst ein Fest mit dir selbst.

Systemisches Enneagram

Zuordnung im Ahnen-Enneagramm

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Diese Form einer systemischen Betrachtung lässt sich aus den 9 Perspektiven ableiten.
Das ICH und Instanzen, die von entscheidender Bedeutung in der eigenen Lebensentfaltung sind oder sein können, manifestieren sich in familiensystemischen Positionen in einem Kreis und sind durch spezielle Linien miteinander verbunden. Die Positionen sind dual aufgebaut, repräsentieren gewissermaßen die männliche und weibliche Linie des eigenen Systems und wirken auf Ausgleich von Polaritäten hin, wenn man sie mit bestimmten Pflanzenhelfern belegt. Diese können dann aktiv zu einer Räuchermischung oder einem Ritual zusammen geführt werden, um Bewegung in das System zu bekommen. Interessant sind auch zwei transzendentale Instanzen (Geistführer) im Kreis.
Bei dieser sehr tief greifenden Erfahrung ist die Absicht, die eigenen Handlungskompetenz zu erleben. Man ergreift die Initiative und ist nicht mehr das Opfer irgendwelcher Umstände. Die Positionen werden bewusst in Harmonie gebracht.
Ein Lastenausgleich findet statt. Du darfst dabei wie folgt vorgehen:

1.Schritt
Zeichne ein großes Enneagramm und schreibe die Instanzen an die neun Punkte.

2.Schritt
Wähle jeweils ein Tor für die Positionen in der nachstehenden Reihenfolge, so dass zuletzt alle 9 Tore ausgelegt sind.

ICH
Es ist wichtig dich selbst in eine Position zu stellen, in der du die Verantwortung für die Verwirklichung deines eigenen Potenzials innerhalb deines Familiensystems voll und ganz trägst. Damit dies gelingt musst du dich selbst lieben und deine Fähigkeiten wertschätzen. Damit befähigst du dich, die zentrale Position als Herr deines eigenen Lebens einzunehmen. Aus dieser inneren Position kann das ganze System, in dem du verwoben bist, überblickt und im Sinne der Liebe geordnet werden.

Mutter
Sie repräsentiert die tiefste Verbundenheit für dich, weil sie der Leib ist, in dem du gewachsen bist. Ihre Position kann ebenso in den emotionalen und geistigen Raum übertragen werden. Sie ist das erste DU, der Urgrund für ein geschütztes Dasein. Sie schenkt dir die Grundlage für dein Vertrauen. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Vater
Er ist der Auslöser und Unterstützer deines Wachstums und wird es immer bleiben. Nimm ihn als Garant der Initiative, die es braucht, um in Bewegung zu kommen und als Repräsentant einer in die Zukunft weisenden Hand. Sein Einfluss erlaubt dir, reale Schritte im Dasein zu machen ohne dich vor den Konsequenzen fürchten zu müssen.
Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit!

Großmutter
Sie ist bereits eine multiple Instanz deren Signale aus der Tiefe kommen. Sie ist die Alchimistin der weiblichen Linie und bestimmt den transzendentalen Kontakt innerhalb des Systems.
Sie ist die Reflektion, die aus dem Hintergrund ihre Fäden spinnt. Du darfst sie auch neu konfigurieren. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Großvater
Er steht auf der anderen Seite der Tür zum Universum und strahlt aus der Höhe. Seine Signale zielen auf die Überwindung einer begrenzten Dinglichkeit und er leitet dich an, den kosmischen Raum als Spielwiese zu betrachten, auf der du schöpferisch tätig werden und deine Erfüllung finden darfst.
Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit!

Patin
Sie ist die Stellvertreterin in der weiblichen Linie. Sie hat dir die Orientierung gegeben, die deine Mutter dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht geben konnte. Die Patin ist ein Mosaik hilfreicher Unterstützung, wenn es um das Verstehen der Weiblichkeit geht. Auch Übergriffigkeit kann ihr zueigen sein. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Pate
Er ist der Stellvertreter in der männlichen Linie. Er hat das getan was der Vater nicht zu leisten imstande war. Der Pate hat mit Rat und Tat Zeichen gesetzt, die dir als Wegmarken zum Verständnis des Männlichen geblieben sind und letztlich bis zum heutigen Tage dienen. Auch er läßt sich aus mehreren ermutigenden Gesichtern zusammensetzen. Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit.

Geistführer ins Jenseits
Jetzt sind wir bei den immateriellen Gestalten. Diese Führungskraft vermittelt den Kontakt zur anderen Seite. Er prüft auch den erreichten Punkt in deinem Leben und stellt die Frage, ob eine Bereitschaft für die Anerkennung deiner Vergänglichkeit gegeben ist und du den ewigen Aspekt in dir bereits erfahren hast. Erkenne ihn in seiner Vollkommenheit!

Geistführer ins Diesseits
Das ist auch eine immaterielle Gestalt, die wie ein Schutzengel erscheint. Sie weist dir den geraden Weg und vermittelt das Entscheidungsvermögen zwischen der falschen und der richtigen Richtung. Es flüstert dir als innere Stimme zu und du tust gut daran, sie zu beachten. Erkenne sie in ihrer Vollkommenheit!

3.Schritt
Jetzt sortiere die Pflanzenhelferkarten nach Toren und ziehe oder wähle je einen Pflanzenhelfer vom zugeordneten Tor und schaue dir an welche Information er dir zu dieser Position anbietet. Mit dem entsprechenden Duft zugleich arbeiten zu können, bringt natürlich eine weitere Dimension ins Spiel.

4.Schritt
Drehe das Blatt Papier so, dass du aus der Position des Selbst auf dein System schaust und stelle die Mischung her, so du alle Bestandteile zur Verfügung hast.

Der Giersch

Eine weitere Erfahrung mag für Gartenbesitzer besonders interessant sein.

Fast jeder hat, wenn er sich selbst um den Garten kümmert und natürliches Wachstum schätzt, schon einmal Kontakt mit Giersch gehabt. Er ist neben Väterchen Brennessel das „Rauhbein“ in den schattigen Bereichen nordeuropäischer Gärten. Manch einer hat einen territorialen Kampf mit ihm ausgefochten.
Wir hatten ihm seinerzeit eine Nordecke angeboten, wenn er uns im Gegenzug in den anderen Regionen verschont. Diesen Deal hatte er angenommen und wir haben tatsächlich bereits über ein Jahrzehnt des Friedens hinter uns. vor 4 Jahren wurde sein Nord-Reservat von den dominanten Hortensien erobert. Er hatte dort nur noch das zeitige Frühjahr zum Grünen, aber zur Blütezeit im Juni keine Chance mehr, so dass ich seine Blüten schon lange nicht mehr bewusst gesehen hatte. Andererseits schätzen wir ihn mit seinen jungen Blättern mittlerweile als einen wichtigen Teil in unserer 9-Kräuter-Suppe.
Vor einiger Zeit stand ich im Südwesten vor dem mächtigsten Hollerbusch des Zaubergartens, als mein Blick in das Unterholz fiel, weil eine weiße Doldenpracht mich von dort her ansprach.

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Da es sich um eine der vielen Umbelliferen handelte, von denen manch eine, wie zum Beispiel die Wilde Möhre, von besonderer aromatischer Qualität ist, war mein Interesse schnell geweckt. Die Wilde Möhre war es sicher nicht, weil der schwarze Punkt in der Blüte fehlte. Die Doldenblütler sind ja die Meister der Blattausbildung von filigranster Feinheit wie bei der Dillpflanze bis hin zu den gewaltigen Blättern des Riesenbärenklau ist alles vertreten. Erst als ich das Blatt genauer betrachtete, erkannte ich schlagartig: es war der Giersch! Er hatte sich ein neues Territorium unter dem Schutz von Frau Holle gesucht.
Das wollte er mir mitteilen. Später las ich bei Wolf-Dieter Storl, dass er sogar deshalb volkstümlich Erdholunder und Hölderlichrut genannt wurde, weil er besonders gerne unter Holunderbäumen wächst.

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Zunächst betrachtete ich seinen Blätterstiel, der wie eine Hand mit sieben Fingern nach dem Licht greift. Das universelle Schöpfungsprinzip der Drei in der Spitze und 2 x 2 Unterblätter für die Herausforderungen der elementaren Welt, ist die insgesamt eine starker Symbolik für den Lebensprozess auf unserem Planenten. Dann zog ich einen Stiel aus dem Boden, der sich leicht mit einem schmatzenden Geräusch von den Wurzeln löste und betrachtete den Stiel als solchen. Unten rötlich und nach oben grünlich verlaufend, hatte er durchaus etwas von einem Mini-Rhabarber. Man könnte ihn tastend als dreieckig bis u-förmig im Querschnitt bezeichnen. Als ich mir jedoch die Abrissstelle anschaute, blickte mir ein Herz entgegen.

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Und dann hielt ich den Abriss an die Nase und genoss den erdig-würzigen Duft mit einer leichten hintergründigen Schärfe, die zu der roten Farbe passte und vom Feuer-Element kündigte. Insgesamt ein sehr erbaulicher Moment, der mich einmal mehr mit dem Giersch in Kontakt brachte. Interessant ist dies, wenn man weiß, dass der Geißfuß – wie diese Pflanze auch genannt wird – das klassische Volksheilmittel gegen die kalte Gicht war.
Die filigranen Doldenblüten, die sich innerhalb kurzer Zeit explosionsartig entfalten und zu einem Strahlenstern von heranreifender Saat verwandeln, waren es aber, die mich angesprochen hatten.
Die kurze Blütezeit sollte ich nutzen, damit dieser Bewohner des Zaubergartens noch bewusster in das gemeinsame Werk einbezogen würde.

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Jetzt verstand ich, dass er mir seine Blüten zum Räuchern angeboten hatte. Ich trocknete sie und war sehr angetan von der feinherben und tiefgründigen Qualität des Räucherdufts, den ich energetisch als sehr stärkend wahrnehmen konnte.

Als ich ihn bei nächster Gelegenheit in einer Gruppenarbeit einsetzte, zeigt er sich von der närrischen Seite und löste extreme Lachanfälle in der ganzen Gruppe aus. Noch am nächsten Tag fühlten sich alle noch „ganz giersch“. Er zeigte uns sozusagen den ver-rückten Blickwinkel auf die reale Welt, den kosmischen Witz hinter all dem, was uns sonst u.U. erstarren lässt. In der Beweglichkeit liegt die Stärke dieser erstaunlichen Pflanze. Die Begegnung war sehr eindrucksvoll.

Impulse des Friedens

Es haben sich wieder interessante Synchronizitäten gezeigt! So kam von einer Freundin der Impuls, für die Hagia Chora – ein sehr interessantes Magazin zum Thema Geomantie – einen Artikel zu schreiben, da die nächste Ausgabe dem Luftelement gewidmet sei und damit auch der Duft mit seinen informativen Aspekten Beachtung findet. Bei der näheren Betrachtung dieses Magazins stieß ich auf meine spirituelle Freundin Farah, die dort in der Redaktion tätig ist und die ich seit bald 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich rief sie an und erfuhr, dass sie u.a. Übersetzungsarbeit für Marko Pogacnik macht, dessen Bücher mich vor Jahren stark angesprochen hatten. Sie erwähnte, dass er in Kürze eine „Friedenswerkstatt“ in Berlin leiten würde und so entschloß ich mich spontan, daran teilzunehmen.

Das war eine gute Entscheidung, denn diese Veranstaltung hatte es in sich! Etwa 130 Menschen kamen dort am 2.Mai in Berlin zusammen, um zwei Tage lang kreative energetische Friedensarbeit zu praktizieren, …  ein Orchester, das von Marko dirigiert wurde, wie er es formulierte. Seine Ritualarbeit hat mich beeindruckt. Sie fußt auf Kosmogrammen, die mit Handbewegungen von der Gemeinschaft ausgeübt werden und auf eine tiefe Verbindung mit den Naturkräften zielen. Er vermittelt vorher immer die Inhalte dieser Ausdrucksformen mit bilderreicher Sprache. Das Thema der Aggression und der notwendigen Transformation derselben hatte zentrale Bedeutung in den Ritualen, die wir u.a. am Ufer der Spree ausführten.

Rita Yenene, eine Ennearom-Praktikerin der kürzlich abgeschlossenen Ausbildungsgruppe, hatte mich mehrfach in den vorangegangenen Tagen auf die Notwendigkeit einer Drachen-Räuchermischung angesprochen, die sie als dringend empfand. Als Marko bereits bei der ersten Übung die Drachenenergie (Engel der Erde/Gaia) als hinter dem Rücken wirkende kosmische Kraft einführte, war ich natürlich wie elektrisiert, weil ich plötzlich genau wusste, warum die Drachenmischung so wichtig ist und wie ich sie machen sollte.

50ml Weisser Drache

Es ist der „Weisse Drache“ dessen transformative Kraft in dieser spannungsreichen Zeit gebraucht wird. Er steht für den friedvollen Krieger, der die Leichtigkeit des Seins mit dem Handlungs- und Entscheidungswillen verbindet. Diese Mischung hat einen ausgeprägten Prozesscharakter, der zunächst leicht hell und klar einstimmt, bevor dann eine tiefe konzentrierte Bedeutsamkeit um sich greift.

Ein zweiter wichtiger Aspekt in Markos Konzept liegt in der Herz-Energie, die jede Handlung zu einem Ausdruck der persönlichen Wahrheit macht. Mit der einfliessenden Herzkraft entsteht ein echtes schöpferisches Werk und eine tiefe Verbindung zum Ganzen. Parallel zu meinem Prozess hatte meine Frau Ingeborg ganz unabhängig von mir einen intuitiven Impuls für eine Räuchermischung „Herz“. Ich brachte ein Exemplar der Hagia Chora mit, das sehr eindrucksvolle Baumbeschreibungen enthält. Dort wurde sie vom Weissdorn zu dieser Mischung inspiriert. Das ist eine weitere starke Synchronizität!

50ml HerzHerzenergie zu stärken, ist wichtig für die Heilung der Erde. Die Räucherung erzeugt einen Raum, der zum Verweilen einlädt. Man darf sein, wo man ist, wenn die eigene Mitte spürbar wird. Die Herz-Mischung wirkt extrem einladend, bei sich selbst anzukommen.

Letzten Donnerstag haben wir in einer kleinen Meditationsgruppe Erfahrungen ausgetauscht und diese zwei neuen Mischungen geräuchert. Sie haben einen tiefen Eindruck hinterlassen und mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert.