Archiv der Kategorie: Zaubergarten

Ein kleines Paradies

Das Buch geht in Druck!

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Ich habe die intensivste Arbeitsphase hinter mir: Feintuning beim Layout und immer wieder Korrekturen… aber jetzt ist diese Phase vorbei und die Belichtungsdaten gehen an die Druckerei…uff…das wäre geschafft! Ich freue mich auf das Resultat, denn „Imaginationen“ ist ein stimmiges Buch geworden, das meine Arbeit mit Pflanzen- und Naturwesen in Wort und Bild gut zum Ausdruck bringt. Alle, die es bestellt und damit den Entstehungsprozess bei Startnext unterstützt haben, werden es zum Erntedankfest in den Händen halten. Ab dann kann es auch im flora perpetua shop bestellt werden.

 

Stand der Dinge

Liebe FreundInnen, Followers und Unterstützer meines neuen Buchprojekts,

wenn der Sommer momentan auch etwas auf sich warten lässt, befinde ich mich in der heißesten Phase des Projekts. ich habe noch ca. 30 Seiten zu schreiben, Korrekturen einzupflegen und den Aufbau des Buches zu vervollständigen, aber zumindest ist jetzt klar, mit welcher Druckerei wir arbeiten werden. Sicher sind es selbst gesetzte Ziele, wie die Abgabe der Druckunterlagen am 8. August, um 2 fertige Buchexemplare bis spätestens 20. September bei der Frankfurter Buchmesse einreichen zu können, da ich aber in solchen Dingen schonungslos konsequent mit mir selber bin, macht das keinen Unterschied. Ich kämpfe derzeit also mit der Zeit 😉 und sitzte nur noch am Computer, schreibe, suche Bilder, bastle am Layout, terminiere das Lektorat und versuche „to make ends meet“ wie der Engländer sagt. Da ist das suboptimale Sommerwetter dann eher von Vorteil.

Diese Gelegenheit will ich aber auch nutzen, nochmal ein herzliches DANKESCHÖN an alle Unterstützer des Projekts auszusprechen. Es ist ja per 21. Juni erfolgreich finanziert gewesen und mittlerweile sind wir auch an der Vorbereitung  zur Versendung der entsprechenden Produktpakete. Überall, wo ein Buch dabei ist, kann das natürlich erst zum Ende September erfolgen, wenn die druckfrischen Exemplare eingetroffen sind. Ich möchte Euch aber hier schon wissen lassen, dass ich auf der energetischen Ebene eine unglaublich gute und starke Unterstützung wahrnehme und total glücklich mit dem Verlauf des ganzen Projekts bin.

Herzliche Umarmung

ThomasMultimediagruß

Soo viel ist in Bewegung

Die ganze Vorbereitung und dann auch gleich der Launch in die Finanzierungsphase des Buchprojekts  https://www.startnext.com/zaubergartenbuch  hat mich derart in Anspruch genommen, dass ich gar nicht mehr zum Bloggen auf meiner eigenen Seite gekommen bin.

Der Titel des Buches ist fertig und die Finanzierungsphase ist auf über 50% sowohl zeitlich als auch vom Saldo der Unterstützungen her. Es ist alles ziemlich spannend und ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen!

Neue Wege

Infolge suboptimaler Wirtschaftslage im Print-Buchmarkt kann ich als Autor neue Wege gehen, wenn mir zwingend kommerziell ausgerichtete Vorgaben nicht mehr taugen. Als ich im Dezember meinen Sohn (IT-Spezialist) nach Download- und E-book-Perspektiven befragte, lautete die spontane Antwort: „Das musst du auf einer Crowdfunding-Plattform realisieren“. Davon hatte ich bisher nur in anderen Zusammenhängen gehört, nicht unbedingt für so ein Vorhaben wie meines. Je tiefer ich dann in diese virtuelle Sphären eingetaucht bin, desto spannender fand ich den Vorschlag.

Mein Projekt ist ein hochwertiges und ästhetisch gestaltetes Bildkunst-Hardcover 210 x 300 mm   mit Fadenbindung und Umschlag hat es einen Umfang von ca. 200 Seiten und trägt den         Arbeitstitel:

Der Zaubergarten   – berührende Einblicke in das Pflanzenreich-

Meine Macroaufnahmen, die schon im Buch/Kartenset „Magische Pflanzenbilder“ großen         Anklang gefunden haben, können da im vollen Glanz erstrahlen und ihre subtilen Botschaften aussenden. Beispiel:      Dost            Engelwurz     Von diesen Pflanzenportraits wird es etwa 72 geben und die Entstehungsgeschichte des Zaubergartens wird, von Bildern untermalt, mit all     ihren Phänomenen lebendig werden. Nähe, Verbindung, ja, eine gewisse Intimität wird dieses Werk auszeichnen und damit so etwas wie Zugehörigkeit zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck bringen. Es trägt dazu bei, sich selbst als Teil des Ganzen wahrzunehmen.

Jetzt ist die Plattform gewählt, die mir und meinem Team (Sohn Jonathan und Tochter            Alexandra) am besten gefällt. Es ist  www.startnext.de  eine deutschsprachige mit stimmigem Logo, wie ich finde. Interessantes aus den Kategorien Film und Musik, sehr viel Food, aber auch einige Buchprojekte findet man dort. Unser Projekt ist momentan noch nicht öffentlich sondern wird von Mai bis Juni dieses Jahres für die Finanzierungsphase freigeschaltet. Während dieser Phase könnt ihr dann als Unterstützer mit einem Beitrag Interesse bekunden bzw. Euer Exemplar reservieren. Der Druck des Buches ist für September 2016 vorgesehen. Ich freue mich     natürlich auf eine rege Beteiligung!

Pflanzenkommunikation im Zaubergarten

Unter diesem Arbeitstitel habe ich ein neues Werk in Vorbereitung, dessen Fertigstellung für den September des Jahres 2016 vorgesehen ist. Mit meiner Fotokamera bin ich seit vielen Monaten  zu unterschiedlichsten Tageszeiten auf der Pirsch nach den feinen Informationen der Pflanzenwelt. Wenn ich unter Zuhilfenahme meines Makro-Objektivs in die intimen Zonen der Pflanze eindringe, tauchen die Botschaften vor meinem inneren Auge auf. Über Details, die oftmals kaum mit blossem Auge zu erkennen sind, offenbart sich mir eine kosmische Dimension, die mein Herz mit Freude erfüllt. Es handelt sich stets um zutiefst hilfreiche und wohlwollende Aussagen, die sich mir da mitteilen. Immer sind es Aspekte der Selbsterfahrung, die motivierend und inspirierend wirken. Die Pflanzen übermitteln eine Form, sich selbst zu leben. Sie sagen dem Betrachter so etwas wie: „Es ist alles da, was du brauchst, um dich bei dir selbst gut aufgehoben zu fühlen!“
Sich der selbsterhaltenden Kraft seiner mitgegebenen Fähigkeiten bewusst zu sein, öffnet die Kanäle. Wir sind in der Lage, das Wasser fließen zu lassen, wenn wir darauf vertrauen, dass es im Sinne der Schöpfung geschieht. Alles was unter dem Lichte der Sonne zum Leben erwacht, ist einen Blick wert. So, zum Beispiel, lautet die Information, die ich vom wilden Majoran bekomme:

Dost-Clip

Wenn ich beobachte, wie sich diese Pflanzenfamilie mit größter Selbstverständlichkeit in die Landschaft integriert, dann sehe ich darin auch, wie wichtig Integration ist. Sich einfügen, ohne auf eine ausdrucksstarke Erscheinung verzichten zu müssen, bereichert das Ganze.
Auf der psychisch-seelischen Ebene geht es auch um Integration der abgelehnten Teile seiner selbst. Was wir nicht anschauen mögen und deshalb verdrängen, wirkt aus dem Untergrund. Es muss gesehen werden, um seine Aufgabe zu erfüllen.

Das Angeschaute wird ohne ein Raster der Erwartung betrachtet

Was immer es ist, dem ich begegne, es wird mich nicht umbringen. Diese Überzeugung wird von der Pflanzenwelt zum Ausdruck gebracht. Wie eine innere Gewissheit, die unumstößlich ist, lässt sie uns auf unserem Weg voran gehen und schließt jeglichen Zweifel aus. Wertvoll ist diese Information deshalb, weil sie uns motiviert, unser schöpferisches Potenzial zu entfalten und Dinge in die Tat umzusetzen. In diesem Zusammenhang ist der Doldenblütler Engelwurz ein besonders beeindruckender Informant:

Angelika-Clip

Die Urkraft, die in dieser Pflanzengattung steckt wird von dieser Pflanze jedes Jahr auf’s Neue inszeniert, wenn sich der mächtige Blütenschirm in kürzester Zeit nach oben in den Himmel reckt. Wie ein Füllhorn ergießt sich der Duft in die Umgebung und wird von der Mitwelt in vollen Zügen aufgenommen. Da kommt eine Hingabe zum Ausdruck, die etwas Grenzenloses hat. Eine Heilkraft der besonderen Art ist hier am Werke und macht deutlich, dass auf sie wirklich zu hundert Prozent Verlass ist.

Herausgabe

Dieses Werk ist als edles Hardcover-Kunstdruck-Buch mit ca. 75 doppelseitigen Pflanzen-Präsentationen geplant. Ich werde es im Eigenverlag unter Einbindung zeitgemäßer Finanzierungsformen produzieren, dadurch interessierten Lesern meiner Bücher die Möglichkeit anbieten, aktiv an dem Entstehungsprozess  teilzunehmen und durch Unterstützung des Projekts auch ein Exemplar günstiger zu erhalten.

Eine Première hat stattgefunden!

Im Frühjahr 2015 äusserte meine spirituelle Freundin Gudrun den Wunsch, ich möchte doch wieder eine zeitgemäße Fortbildung für den harten Kern der Ausbildungsgruppe 2012/13 „Die Schwelle überschreiten“ in Verbindung mit einer Schwitzhütte anbieten. Thematisch war gerade das  Kartenset  Magische Pflanzenbilder  stark in den Vordergrund getreten, so dass sie mich fragte, ob ich die Gruppe nicht in die Erfahrung einführen wolle, die mich im Zaubergarten zu diesem Werk inspiriert hatte. Das löste sofort eine starke Resonanz in mir aus und ich sagte zu, unter der Voraussetzung, dass es eine offene Arbeit würde, d.h. offen für jeden interessierten Teilnehmer, mit oder ohne Ausbildung.

Vom 07. bis 09. August hat es nun stattgefunden und ganz intensive Eindrücke hinterlassen.

In diesem Workshop ging es ganz fokussiert darum, mit dem Geist in der Natur in Kontakt zu kommen und ihn auf einer Ebene zu hören und zu sehen, die dem alltäglichen Auge entgeht. Ich habe dazu eine Präsentation erstellt, wie ich es selbst kurz vor dem Workshop noch einmal vollzogen habe, ohne vorher zu wissen, welche Pflanze oder welches Objekt mit mir kommunizieren würde. Wer mag, kann es sich anschauen:

Wissen

Aktivität

In Vorbereitung auf die Schwitzhütte sollte jede(r) sich das persönliche Thema vergegenwärtigen, das möglicherweise einer Lösung bedarf und hat dazu eine magische Pflanzenkarte gezogen. Damit waren alle irgendwie „auf Kurs“. Die Schwitzhütte selber ist natürlich eine optimale Einstimmung auf diese Art schamanischer Erfahrungsarbeit.Gruppe1

Zu dem Verlauf des Workshops, was soll ich da sagen? Ich habe den Teilnehmern geholfen, eine eigene Erfahrung mit dieser Art medialer Arbeit zu machen und alle haben eine Präsentation dieses Prozesses als Ergebnis vortragen können. Mich haben die Ergebnisse so beeindruckt, dass ich sie in komprimierter Form unter den nachfolgenden Links vorstellen möchte. Sie sprechen für sich selbst.

Hannelore

Christian

Hildegard

Patrick

Gudrun

Helmut

Bettina

Ich hatte das Gefühl, in dieser Arbeit steckt eine große Kraft, ohne dass es mich selbst viel Kraft kostet, diese im Workshop zu aktivieren. Es geschieht einfach und scheint für alle Beteiligten von großem Wert zu sein. Ich werde diese Wochenendveranstaltung also gerne auch im kommenden Jahr wieder anbieten und freue mich auf Resonanz.

Der Giersch

Eine weitere Erfahrung mag für Gartenbesitzer besonders interessant sein.

Fast jeder hat, wenn er sich selbst um den Garten kümmert und natürliches Wachstum schätzt, schon einmal Kontakt mit Giersch gehabt. Er ist neben Väterchen Brennessel das „Rauhbein“ in den schattigen Bereichen nordeuropäischer Gärten. Manch einer hat einen territorialen Kampf mit ihm ausgefochten.
Wir hatten ihm seinerzeit eine Nordecke angeboten, wenn er uns im Gegenzug in den anderen Regionen verschont. Diesen Deal hatte er angenommen und wir haben tatsächlich bereits über ein Jahrzehnt des Friedens hinter uns. vor 4 Jahren wurde sein Nord-Reservat von den dominanten Hortensien erobert. Er hatte dort nur noch das zeitige Frühjahr zum Grünen, aber zur Blütezeit im Juni keine Chance mehr, so dass ich seine Blüten schon lange nicht mehr bewusst gesehen hatte. Andererseits schätzen wir ihn mit seinen jungen Blättern mittlerweile als einen wichtigen Teil in unserer 9-Kräuter-Suppe.
Vor einiger Zeit stand ich im Südwesten vor dem mächtigsten Hollerbusch des Zaubergartens, als mein Blick in das Unterholz fiel, weil eine weiße Doldenpracht mich von dort her ansprach.

Giersch.jpg

Da es sich um eine der vielen Umbelliferen handelte, von denen manch eine, wie zum Beispiel die Wilde Möhre, von besonderer aromatischer Qualität ist, war mein Interesse schnell geweckt. Die Wilde Möhre war es sicher nicht, weil der schwarze Punkt in der Blüte fehlte. Die Doldenblütler sind ja die Meister der Blattausbildung von filigranster Feinheit wie bei der Dillpflanze bis hin zu den gewaltigen Blättern des Riesenbärenklau ist alles vertreten. Erst als ich das Blatt genauer betrachtete, erkannte ich schlagartig: es war der Giersch! Er hatte sich ein neues Territorium unter dem Schutz von Frau Holle gesucht.
Das wollte er mir mitteilen. Später las ich bei Wolf-Dieter Storl, dass er sogar deshalb volkstümlich Erdholunder und Hölderlichrut genannt wurde, weil er besonders gerne unter Holunderbäumen wächst.

Gierschblatt.jpg

Zunächst betrachtete ich seinen Blätterstiel, der wie eine Hand mit sieben Fingern nach dem Licht greift. Das universelle Schöpfungsprinzip der Drei in der Spitze und 2 x 2 Unterblätter für die Herausforderungen der elementaren Welt, ist die insgesamt eine starker Symbolik für den Lebensprozess auf unserem Planenten. Dann zog ich einen Stiel aus dem Boden, der sich leicht mit einem schmatzenden Geräusch von den Wurzeln löste und betrachtete den Stiel als solchen. Unten rötlich und nach oben grünlich verlaufend, hatte er durchaus etwas von einem Mini-Rhabarber. Man könnte ihn tastend als dreieckig bis u-förmig im Querschnitt bezeichnen. Als ich mir jedoch die Abrissstelle anschaute, blickte mir ein Herz entgegen.

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Und dann hielt ich den Abriss an die Nase und genoss den erdig-würzigen Duft mit einer leichten hintergründigen Schärfe, die zu der roten Farbe passte und vom Feuer-Element kündigte. Insgesamt ein sehr erbaulicher Moment, der mich einmal mehr mit dem Giersch in Kontakt brachte. Interessant ist dies, wenn man weiß, dass der Geißfuß – wie diese Pflanze auch genannt wird – das klassische Volksheilmittel gegen die kalte Gicht war.
Die filigranen Doldenblüten, die sich innerhalb kurzer Zeit explosionsartig entfalten und zu einem Strahlenstern von heranreifender Saat verwandeln, waren es aber, die mich angesprochen hatten.
Die kurze Blütezeit sollte ich nutzen, damit dieser Bewohner des Zaubergartens noch bewusster in das gemeinsame Werk einbezogen würde.

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Jetzt verstand ich, dass er mir seine Blüten zum Räuchern angeboten hatte. Ich trocknete sie und war sehr angetan von der feinherben und tiefgründigen Qualität des Räucherdufts, den ich energetisch als sehr stärkend wahrnehmen konnte.

Als ich ihn bei nächster Gelegenheit in einer Gruppenarbeit einsetzte, zeigt er sich von der närrischen Seite und löste extreme Lachanfälle in der ganzen Gruppe aus. Noch am nächsten Tag fühlten sich alle noch „ganz giersch“. Er zeigte uns sozusagen den ver-rückten Blickwinkel auf die reale Welt, den kosmischen Witz hinter all dem, was uns sonst u.U. erstarren lässt. In der Beweglichkeit liegt die Stärke dieser erstaunlichen Pflanze. Die Begegnung war sehr eindrucksvoll.

Zaubergarten

Die Pflanzenwelt offenbart uns die Schönheit einer jeden Jahreszeit und ihre vielschichtigen Duftbot- schaften machen es leicht, Herz und Geist zu öffnen und gemeinsam mit dem Körper in heilende seelische Gefilde zu gelangen.

 

Zaubergarten

Hier in Tremsbüttel haben wir einen physischen Ort und einen ideellen Raum geschaffen, um mit den Kräften der Natur in diesem Sinne zu wirken und laden interessierte Menschen herzlich ein den Platz aufzusuchen, wo diese Arbeit der feinen Wahrnehmung vermittelt wird.

Artemisien

Diese weit verbreitete Pflanzenfamilie hat einen besonders magischen Charakter und umschliesst so starke Mitglieder wie den nordeuropäischen Beifuß, Wermut und Eberraute ebenso, wie das chinesische Moxakraut und den amerianischen „Grey Sage“ (Präriebeifuß). Allen diesen Varianten ist eine starke Natur zueigen, die meiner Wahrnehmung nach eine Grundlage schafft, auf der eine rituelle Arbeit enorme Kraft bekommt.  Rituelle Gegenstände damit zu beräuchern, hebt deren Wirkungsgrad, da sie von allen störenden Energien gereinigt werden. Ein Schutzraum entsteht um den Ritualplatz herum  und die Verbindung zum „Inneren Kreis“ wird hergestellt.

TK_Praeriebeifuss

Dieses Jahr Jahr habe ich eine wunderbar aromatische Qualität einer Präriebeifuß-Art im Zaubergarten angepflanzt und auch geerntet. Es ist der Indianische Frauenbeifuß (Artemisia frigida), der im Augenblick über und über mit filigranen kleinen Blüten besetzt ist (Korbblütler).  Nachdem eine Facebook Freundin bedauerte, dass man den Duft nicht online übermitteln könne, habe ich folgendes geantwortet:

ok, ich beschreibe mal: es ist ein herb-süßer Duftakkord, bei dem die herbe Note ganz versteckt im Hintergrund liegt. Nach vorne ist es ein blumig-würziges „Aaaahhh“ wobei ein charismatisch einfliessender Hauch von Anis dem Ganzen einen Schuß kühle Eleganz verleiht.

Präriebeifuß

Das Kleine ist oft wunderschön. Ein Grund mehr mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.“ Das war der Kommentar auf dieses Bild und ich konnte nur hinzufügen „Ja, es offenbart sich oft ganz wunderbar, wie das Große im Kleinen steckt. Ich liebe es, auf diese Weise Einblick zu nehmen. Man muß ja nur die Signatur der Staubfäden auf sich wirken lassen. Da drückt sich doch eine Haltung aus.“   Ich erkenne hier ein subtiles Ausloten und kühles Berechnen der Möglichkeiten. Diese Pflanze ist ein Überlebenskünstler. Dass bei ihrem Duft die verführerische Süße im Vordergrund steht und das Bittere eher versteckt im Hintergrund verharrt, finde ich sehr spannend, nachdem diese Pflanze von den Indianern als „Frauenbeifuß“ bezeichnet wird. Es gibt da wohl einen indigenen Bezug zum Geburtsprozess und dem Menstruationszyklus.  Wie bei vielen Artemisien sind die Blüten auf den ersten Blick unscheinbar und dem Boden zugeneigt. Ebenso ist es bei dieser Spezies. Die Blüten sind konstant zur Erde ausgerichtet.     Die Verbindung zu Mutter Erde ist also augenfällig.

Frauenbeifuß

Nach Artemisia, als der Göttin der Jagd und Hüterin des weiblichen Schosses, benannt, können wir davon ausgehen, dass alle Mitglieder dieser Familie etwas mit weiblicher Kraft zu tun haben: Heilen und Gebären. Dementsprechend sind die naturheilkundlichen Anwendungen vor allem im Bereich der Frauenmittel zu finden. Beifuß als Gewürz regt die Verdauung an. Etwas in den Fluß zu bringen, ist mit Sicherheit das regulative Ziel der Artemisia-Arten.

Die Lebensenergie zum Fliessen zu bringen, ist das Ziel der Moxabustion in der TCM, wenn mit kleinen Kügelchen oder gebündelten Stäben das Moxakraut (Artemisia species) auf Akupunkturstellen über der Haut verräuchert wird. Das hat mich interessiert, deshalb habe ich in diesem Jahr eine Pflanze gesetzt, um sie beim Wachsen zu beobachten.Moxa-Wermut

Die Pflanze ist steil in den Himmel gestoßen, wurde aber immer schwerer, je üppiger ihre Blütenstände sich entwickelten. Der Zug zur Erde (Gravitation) wurde hier besonders offenbar. Auch der Stab zur Unterstützung konnte nicht ausreichend dagegen halten.Moxakraut

Besonders schön ist die Körbchenform der Blüten auch bei dieser Artemisienart zu erkennen und natürlich auch wieder ihre dem Boden zugewandte Haltung . Es ist die chinesische Variante des gemeinen Beifuß. Die Farbe der Blüten ist unserem Beifuß sehr ähnlich, allerdings hat mich die in den Himmel schießende Energie im Wachstum dieser Pflanze sehr beeindruckt. Das kann ich auch vom Räucherduft sagen. Es ist ein wunderbares von starker Kampfenote geprägtes aromatisches Erlebnis. Im wahrsten Sinne des Wortes Herz öffnend! Man spürt auch förmlich, wie Boden unter den Füssen entsteht.

Moxamakro

Da bleibt noch der Blick auf den Wermut (Artemisia absinthium L.) den Hildegard von Bingen als „Meister über alle Erschöpfung“ bezeichnete. Die süße Bitterkeit ist sicherlich das Thema dieser Pflanze, die einen Silberstreif am Horizont symbolisiert.Wermutblüten

Mein Vorschlag für eine Räucherung mit Wermut ist für den Moment, in dem es gilt, einen positiven Ausblick gerade dann zu bewirken, wenn die realen Chancen für einen guten Ausgang eher niedrig liegen.