Archiv der Kategorie: Ennearom-System

Ein Selbsterfahrungsweg mit Pflanzendüften, der über neun Tore führt und regulativ auf das Lebensgefühl wirkt.

Die 9 Tore

In allen meinen Büchern spielen die Tore eine wichtige Rolle. Sie sind Orientierungspunkte auf dem Enneagramm als Landkarte. Jedes dieser Tore ist wie ein spezifischer Zugang zur Essenz und Pflanzenhelfer können, wenn sie entsprechend eingesetzt werden, als „Schwellenkräfte“ zu Hilfe kommen.

Tore können als Symbol für das Überschreiten einer Schwelle stehen. Es kann Ausgang oder Eingang sein und führt in andere Räume, die eine neue Erfahrung möglich machen. Dies ist das entscheidende Element. Ein Tor ist immer auch ein Lösungsangebot, wenn sinnentleerte Umstände den Menschen nach neuen Perspektiven dürsten lassen. Nach meinem Verständnis, das auf mehr als zwei Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit mit dem Enneagramm aufbaut, sind Torbilder mit symbolischen Inhalten entstanden. Ich habe die neun Tore mit bildlichen Elementen ausgestattet, die auf subtile Art und Weise die Licht- und Schattenqualitäten eines jeden der neun Punkte enthalten. In Motiv, Farbe und Form liegt eine Fülle von Information, die intuitiv aufgenommen werden soll. Es gibt ein Außen und ein Innen, d.h. der Betrachter blickt von außerhalb durch das Tor und die äußeren Aspekte weisen auch darauf hin, welche Gefahrenquellen (Schattenthemen) vorherrschen und was den Be-sucher an diesem Tor vom Wesentlichen ablenkt. Das Innere hingegen spiegelt die essenziellen Gegebenheiten (Lichtaspekt) und vermittelt den Einfluss der heiligen Idee, die der Landschaft hinter dem Tor zugrunde liegt. Wer schauen möchte, welches der Tore momentan oder grundsätzlich bedeutsam sein könnte, kann das unter dem nachfolgenden Link tun und im Anschluß auch einen Pflanzenhelfer zu diesem Tor ziehen.

Tor ziehen

Tor der IdealeTor der GroßzügigkeitTor der Inspiration    Tor der KreativitätTor der ErkenntnisTor der Zuversicht  Tor des LernensTor der KraftTor der Werte

Die Arbeit mit den Toren als Repräsentanten der 9 Positionen eröffnet einen großen Raum für verschiedenste Ansätze der rituellen Arbeit mit Düften. Ein Beispiel für so ein Ritual habe ich bei YouTube unter der Überschrift  „Neue Horizonte“  hochgeladen.  Hier sind die Pflanzenhelfer Yerba Santa (1), Engelwurz (4), Zedernholz (2), Minze (8), Lavendel (5) und Kiefer (7) an ihrem jeweiligen Tor im Einsatz.

Lichtkräfte

Jetzt, wo die Lichtkräfte steigen bis sie zur Mittsommernacht am 21. Juni kulminieren und dann erst wieder die Rückreise antreten, ist eine Zeit des Aus-sich-selbst-herausgehens. Licht sehe ich als göttliche Information. Es ist eine Schwingung, die Lebenskräfte speist. Die Pflanzen, die Tiere und die Menschen werden aus dieser Quelle genährt. Im Geistigen zuhause, ist es für den Menschen auch das Licht der Erkenntnis. Das Tier wärmt sich im Sonnenlicht, es weckt seine Lebensgeister. Die Pflanze verwandelt es in Stärke und das Mineral bricht das Licht in seine Farben auf. Alles arbeitet im Lichtkreis Hand in Hand. Der Sonnenlauf gibt den Rhythmus in der Natur vor. Wenn die Lichtkraft steigt, dann folgt ihr die Natur bis zu dem Punkt höchster Lebensenergie. Wenn das Licht schwächer wird, dann zieht sich auch das Leben in die Dunkelheit zurück. Die Scheitelpunkte im Lichtrhythmus sind für den Menschen seit Urzeiten mit rituellen Handlungen verbunden. Das Licht als höchster Impulsgeber wurde mit allegorischer Vielfalt immer der göttlichen Sphäre zugeordnet und man feierte die besonderen Zeitpunkte im Jahreslauf, um die Lichtkräfte zu ehren.

Die nachfolgenden Räuchermischungen habe ich für diese Gelegenheiten vorzuschlagen.
Räucherrituale haben zu diesen Zeitpunkten ganz besonders viel Kraft.
Gerne darf man auch den eigenen Jahreskreis betrachten, den die innere Sonne erzeugt und der nicht immer mit dem Lauf der Natur korrespondiert. Dann herrscht möglicherweise emotionaler Winter im Herzen, obwohl es draußen 30° hat oder im tiefsten Frost glüht das Herz voller Leidenschaft. In diesem Augenblick das zu räuchern, was dem inneren Jahreskreis entspricht, wäre durchaus in Ordnung.
Die beste Zeit ist immer jetzt, wo es mich anspricht

Lichtfest-Räuchermischnung

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“ Dieser Satz passt zu der vorliegenden Komposition. Sie setzt sich aus Aromapflanzen zusammen, die alle einen herausragenden Bezug zur Licht-Thematik haben. So wie der Begriff Dammar in der malaiischen Sprache ein Synonym für Licht sein soll und das Scheitelchakra öffnet oder die Alantwurzel die Tiefen der Seele ausleuchtet während weißer Salbei mit einer regelrechten Licht-Heilung alle Schatten ablöst. Weihrauch und Eisenkraut erleuchten auf unterschiedliche Weise den Geist während Fichtennadeln und Eukalyptus auf der Gradwanderung zwischen Feuer und Wasser den Lichtstrahl auf das Überleben richten und Elemi zu guter letzt den visionären Lichtblick einbringt. Diese Räuchermischung dient dazu, die Lichtkräfte als Ursubstanz des Daseins zu feiern. Licht hat immer etwas mit Lebenskraft und Liebe zu tun. In diesem Sinne sollen die lichthaften Pflanzen-Anteile in ihr wirken.

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Dies ist eine Mischung, die einen kraftvollen positiven Aspekt in das Leben bringt. Du darfst das Licht feiern, wenn es sich Dir in seiner ganzen Licht-und-Schatten-Schönheit offenbaren soll. Herausforderungen sind dazu da, um an ihnen zu wachsen.

Schwingungsbild-Lichtfest.jpg
Schwingungsbild

Wenn dieses Bild dich spontan anspricht, dann könnte eine Lichträucherung für dich angesagt sein. Die Räuchermischung ist dann ein gute Helfer in einem Ritual bei dem du dich kontemplativ mit dem Gegensatz von Licht und Schatten befasst.

Ritual:
Du setzt dich an einen schönen Platz, sei es im Haus oder im Garten und nimmst deine Räucherutensilien mit. Ich persönlich benutze am liebsten ein Räucherstövchen.
Richte den Platz so her, dass es Dir gefällt, dich dort niederzulassen. Vielleicht solltest Du ein Tuch auszubreiten, auf dem dann die Utensilien platziert. Zünde die Kerze oder die Kohle als nächstes an, ohne etwas von der Mischung aufzulegen. Setz dich ganz entspannt hin und meditiere mit auf das Schwingungsbild so lange, bis es auch bei geschlossenen Augen vor dir erscheint. Lass das Bild jetzt eine konkrete Lebenssituation hervorrufen. Welche Schatten sind da besonders aktiv und begrenzen das Ausmaß deiner Lebensfreude? Wie wirkt dieser Schatten auf deine Liebesfähigkeit?
Bleib einen Moment länger bei dieser Frage, denn zumeist offenbart sich der Schatten nicht so schnell. Wenn du ihn auf den Punkt bringen kannst, dann öffne die Augen und werde dir der Schönheit um dich herum gewahr. Versuche auch, verborgene Schönheit zu sehen. Wenn dir das gelungen ist beginne mit der Räucherung. Während du die Mischung auflegst und dich in den aromatischen Eindruck vertiefst, darfst du getrost darauf vertrauen, dass die Lichteinflüsse jetzt ganz gezielt auf die Schattenbereiche einwirken und Ihre eigene naturgewollte und naturgegebene Schönheit erstrahlen lassen.
Du feierst ein Fest mit dir selbst.

Systemisches Enneagram

Zuordnung im Ahnen-Enneagramm

Ahnenenneagramm.jpg

Diese Form einer systemischen Betrachtung lässt sich aus den 9 Perspektiven ableiten.
Das ICH und Instanzen, die von entscheidender Bedeutung in der eigenen Lebensentfaltung sind oder sein können, manifestieren sich in familiensystemischen Positionen in einem Kreis und sind durch spezielle Linien miteinander verbunden. Die Positionen sind dual aufgebaut, repräsentieren gewissermaßen die männliche und weibliche Linie des eigenen Systems und wirken auf Ausgleich von Polaritäten hin, wenn man sie mit bestimmten Pflanzenhelfern belegt. Diese können dann aktiv zu einer Räuchermischung oder einem Ritual zusammen geführt werden, um Bewegung in das System zu bekommen. Interessant sind auch zwei transzendentale Instanzen (Geistführer) im Kreis.
Bei dieser sehr tief greifenden Erfahrung ist die Absicht, die eigenen Handlungskompetenz zu erleben. Man ergreift die Initiative und ist nicht mehr das Opfer irgendwelcher Umstände. Die Positionen werden bewusst in Harmonie gebracht.
Ein Lastenausgleich findet statt. Du darfst dabei wie folgt vorgehen:

1.Schritt
Zeichne ein großes Enneagramm und schreibe die Instanzen an die neun Punkte.

2.Schritt
Wähle jeweils ein Tor für die Positionen in der nachstehenden Reihenfolge, so dass zuletzt alle 9 Tore ausgelegt sind.

ICH
Es ist wichtig dich selbst in eine Position zu stellen, in der du die Verantwortung für die Verwirklichung deines eigenen Potenzials innerhalb deines Familiensystems voll und ganz trägst. Damit dies gelingt musst du dich selbst lieben und deine Fähigkeiten wertschätzen. Damit befähigst du dich, die zentrale Position als Herr deines eigenen Lebens einzunehmen. Aus dieser inneren Position kann das ganze System, in dem du verwoben bist, überblickt und im Sinne der Liebe geordnet werden.

Mutter
Sie repräsentiert die tiefste Verbundenheit für dich, weil sie der Leib ist, in dem du gewachsen bist. Ihre Position kann ebenso in den emotionalen und geistigen Raum übertragen werden. Sie ist das erste DU, der Urgrund für ein geschütztes Dasein. Sie schenkt dir die Grundlage für dein Vertrauen. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Vater
Er ist der Auslöser und Unterstützer deines Wachstums und wird es immer bleiben. Nimm ihn als Garant der Initiative, die es braucht, um in Bewegung zu kommen und als Repräsentant einer in die Zukunft weisenden Hand. Sein Einfluss erlaubt dir, reale Schritte im Dasein zu machen ohne dich vor den Konsequenzen fürchten zu müssen.
Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit!

Großmutter
Sie ist bereits eine multiple Instanz deren Signale aus der Tiefe kommen. Sie ist die Alchimistin der weiblichen Linie und bestimmt den transzendentalen Kontakt innerhalb des Systems.
Sie ist die Reflektion, die aus dem Hintergrund ihre Fäden spinnt. Du darfst sie auch neu konfigurieren. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Großvater
Er steht auf der anderen Seite der Tür zum Universum und strahlt aus der Höhe. Seine Signale zielen auf die Überwindung einer begrenzten Dinglichkeit und er leitet dich an, den kosmischen Raum als Spielwiese zu betrachten, auf der du schöpferisch tätig werden und deine Erfüllung finden darfst.
Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit!

Patin
Sie ist die Stellvertreterin in der weiblichen Linie. Sie hat dir die Orientierung gegeben, die deine Mutter dir, aus welchen Gründen auch immer, nicht geben konnte. Die Patin ist ein Mosaik hilfreicher Unterstützung, wenn es um das Verstehen der Weiblichkeit geht. Auch Übergriffigkeit kann ihr zueigen sein. Erschaffe sie dir in ihrer Vollkommenheit!

Pate
Er ist der Stellvertreter in der männlichen Linie. Er hat das getan was der Vater nicht zu leisten imstande war. Der Pate hat mit Rat und Tat Zeichen gesetzt, die dir als Wegmarken zum Verständnis des Männlichen geblieben sind und letztlich bis zum heutigen Tage dienen. Auch er läßt sich aus mehreren ermutigenden Gesichtern zusammensetzen. Erschaffe ihn dir in seiner Vollkommenheit.

Geistführer ins Jenseits
Jetzt sind wir bei den immateriellen Gestalten. Diese Führungskraft vermittelt den Kontakt zur anderen Seite. Er prüft auch den erreichten Punkt in deinem Leben und stellt die Frage, ob eine Bereitschaft für die Anerkennung deiner Vergänglichkeit gegeben ist und du den ewigen Aspekt in dir bereits erfahren hast. Erkenne ihn in seiner Vollkommenheit!

Geistführer ins Diesseits
Das ist auch eine immaterielle Gestalt, die wie ein Schutzengel erscheint. Sie weist dir den geraden Weg und vermittelt das Entscheidungsvermögen zwischen der falschen und der richtigen Richtung. Es flüstert dir als innere Stimme zu und du tust gut daran, sie zu beachten. Erkenne sie in ihrer Vollkommenheit!

3.Schritt
Jetzt sortiere die Pflanzenhelferkarten nach Toren und ziehe oder wähle je einen Pflanzenhelfer vom zugeordneten Tor und schaue dir an welche Information er dir zu dieser Position anbietet. Mit dem entsprechenden Duft zugleich arbeiten zu können, bringt natürlich eine weitere Dimension ins Spiel.

4.Schritt
Drehe das Blatt Papier so, dass du aus der Position des Selbst auf dein System schaust und stelle die Mischung her, so du alle Bestandteile zur Verfügung hast.

Der Weg

Ich freue mich über jeden Menschen der meine Website besucht und sich für die Inhalte meiner Arbeit interessiert. Im umfassenden Sinne geht es mir um Bewusstsein, denn das ist doch die große Aufgabe der menschlichen Entwicklung.  Dafür bedarf es einer umfassenden und sensiblen Wahrnehmung all dessen, was um uns herum geschieht.

WegIch gehe den Weg des Duftes und lasse mich von der Pflanzenwelt führen. Aber die ganze Natur ist belebt und das grosse Ganze zeigt sich immer wieder im Kleinsten. Welcher Stein springt dich an, welches Tier erscheint urplötzlich in deinem Gesichtsfeld und was kommt in der Brise zum Ausdruck, die sanft oder aggressiv durch Baumkronen und Schilf zieht? Welche Energie liegt in der Luft? Wie hängt das eine mit dem anderen zusammen?  Ich spüre sehr deutlich, wenn meine innere Haltung die Wahrnehmung begrenzt. Alles , was geschieht, hängt damit zusammen, wie stark ich meinen Eigenwillen zurück nehmen und meinen Blick weiten kann.

Da ist mir die Aussage des alten Zen-Meisters SOSAN nahe:

Der erhabene Weg ist in seinem Wesen großmütig.
Er ist weder schwierig noch leicht. Aber jene mit
begrenztem Blick sind furchtsam und unentschlossen.
Je schneller sie eilen, desto langsamer kommen sie voran.
Und das Anhaften und Greifen ist nicht auf bestimmte
Bereiche begrenzt. Selbst das Anhaften an die Idee
der Erleuchtung lässt in die Irre gehen.
Lass einfach die Dinge ihren eigenen Weg gehen.

Paracelsus-Räucherung

Der große Arzt und Mystiker Theophrast Bombast von Hohenheim lebte und wirkte im 16.Jahrhundert unter dem Namen Paracelsus und erfährt heute eine große Renaissance bei vielen Menschen, die auf der Suche nach alternativen Heilungswegen sind. Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Werk „Die Kräuterkunde des Paracelsus“ von Olaf Rippe und Margret Madejsky.
Als „Spiritualis“ bezeichnete Paracelsus den Heiler, der die Kräfte der Magie nutzt. Dazu gehört das Wissen um die geheimen Kräfte der Natur, die in Blüten, Kräutern und Wurzeln enthalten sind. Man muss die wesenhafte Intelligenz erspüren, von der die Pflanzen beseelt werden. Dabei ist die Ursache der Störung, die es im Menschen zu beheben gilt, auch auf der energetischen Seite, also im feinstofflichen Bereich, zu finden.
Paracelsus hat großen Wert auf die Erfahrungen des volkskundlichen Kräuterwissens gelegt. Weit mehr als auf den damaligen Wissensstand der Ärzteschaft, der sich in erster Linie immer noch auf die klassische 4-Säfte-Lehre (Temperamente) des Galenus von Pergamon (129- ca. 200 n.C.) gründete.
Der Zahl Neun kommt im Zusammenhang mit dem Hexeneinmalein (3×3), im Brauchtum als Schlüsselzahl zu den okkulten Kräften in der Natur, auch für ihn eine besondere Bedeutung zu. Sie gilt als die Zahl des Mondes und beherrscht damit das rhythmische Prinzip des biologischen Werdens und Vergehens. G.I.Gurdjieff sagte zum Thema Mond : „Der Einfluss des Mondes auf alles Lebende zeigt sich in allen Geschehnissen auf Erden. Der Mond ist die hauptsächlichste oder besser, die nächste, die unmittelbare Bewegkraft all dessen, was im organischen Leben auf Erden vorgeht. Der mechanische Teil unseres Lebens hängt vom Mond ab, ist ihm unterworfen. Wenn wir in uns Bewusstsein und Willen entwickeln, können wir der Macht des Mondes entrinnen.“ (Ouspensky/Auf der Suche nach dem Wunderbaren)Polarität

Wenn wir unter Verwendung der Zahl Neun Bewusstseinsarbeit in engem Kontakt zur organischen Welt betreiben, dann haben wir ein starkes Werkzeug zur Verfügung. Das spiegelt sich im Brauchtum durch rituelle Verwendung von neunerlei Kräutern und Hölzern.  Auf diesen Säulen ruht der Tempel der 9-Pflanzen-Magie.

Ens spirituale, die „Kraft der Geister“, nannte Paracelsus eine der fünf Gewalten (Entien), die Ungleichgewicht im Menschen erzeugen. Es handelt sich dabei um Probleme, die aus psychosozialen, somatischen und magischen Einflüssen resultieren können. Diesen kann mit Ritual, Geistheilung und Seelenarbeit begegnet werden. Das Räuchern bezeichnete Paracelsus als ein probates Mittel. Inspiriert von der paracelsischen Lehre habe ich  Räucherungen zusammengestellt, die auf seelische Harmonie und den Aufbau von Urvertrauen ausgerichtet sind.

AUSLEITUNG – Räuchermischung

Paracelsus empfahl, sich von Teilen zu trennen, die nicht mehr nützlich sind. Pflanzen vermitteln diesen Impuls auf der psychisch-seelischen Ebene durch feines Verdampfen auf dem Räucherstövchen. Dies ist ein Prozess, der in der Regel nicht in einer Sitzung vollbracht werden kann. Hier handelt es sich um die energetische Spur, die im geistig-seelischen Bereich gelegt wird. Wir müssen zunächst herausfinden, was nicht mehr gebraucht wird. Dazu gehört eine Sondierung des psychischen Geländes. Welche Lasten schleppen wir mit uns herum? Das ist die Arbeit und bedeutet Konfrontation. Obwohl die Lasten uns behindern, können wir sie nicht sofort greifen, denn sie sitzen uns im Nacken.

Wenn wir eine willentliche Entscheidung treffen und bewusste Anstrengung unternehmen, müssen sie sich letztlich zeigen. Gurdjieff nannte es „absichtliches Leiden“. Man muss bereit sein, das Unangenehme zu ertragen, um es auflösen zu können. Es muss im wahrsten Sinne des Wortes „verdaut“ werden, bevor es ausgeschieden werden kann.
Diese Ausleitung toxischer Elemente aus der Wahrnehmung unserer selbst, ist die Vorstufe zu ganzheitlicher Heilung. Eine rituelle Räucherung wird hier mehrere Stufen durchlaufen.

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Eine leicht schwefelige Note meldet den Sulfur-Aspekt mit heißem Charakter (Galgant 8, Asant 6 und Ingwer 1). Es ist der Schweiß, den es braucht, um die Gifte zu lösen und auszuschwemmen. Süße Noten gesellen sich dazu, denn auch Ausleitung kann Genuss sein, so wie Arbeit im besten Falle auch Vergnügen bereitet. Weiche Transformations-Elemente werden von Holunderblüte und Linde an den zwei Punkten zugesteuert (9+2), die besondere Sensibilität kommunizieren.

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Die kleine Flamme strahlt mit Sonnenkraft aus der Mitte nach außen und lässt den Evolutionsweg in der grünen Farbe der Hoffnung und des neuen Lebens langsam aber sicher sichtbar werden.

Ritual:
Da die Energie der Absicht folgt und sich zumeist das, was uns seelisch belastet, in körperlichen Symptomen niederschlägt, räuchern wir, um unser Herz zu reinigen. Wir leiten die geistigen Gifte aus. Ich schlage eine rituelle Vorgehensweise in drei Schritten vor.

Im ersten Schritt wird das Terrain sondiert. Während uns der aromatische Duft begleitet spüren wir in uns hinein, um Notiz von all dem zu nehmen, was uns gedanklich belastet.
Es mögen Sorgen im täglichen Leben, Probleme in Partnerschaft oder Familie sein, über die wir grübeln und die uns beschäftigen, wenn wir einen Moment zur Ruhe kommen. Ganz gleich welcher Art die Zusammenhänge sind, sie belasten unsere Gegenwart.
Wir lassen diese Gedanken an unserem inneren Auge vorüberziehen, ohne sie irgendwie zu bewerten. Wir beobachten sie nur, schauen an, woher sie kommen und was ihre besonderen Eigenschaften sind.
Wenn es gelingt diesen Zustand der gelassenen, neutralen Betrachtung zu erreichen und eine Zeit lang zu halten, beenden wir die Innenschau, schreiben die Erfahrung nieder (wenn wir allein arbeiten) oder berichten der Person, die uns vielleicht bei dem Ritual begleitet und das Ergebnis für uns notiert. Wir sammeln die inneren Eindrücke und halten sie fest, ohne nach einer unmittelbaren Lösung zu suchen. Wir erlauben der Gedankenlast zunächst, einfach da zu sein und bewusst zum Ausdruck zu kommen.

Der zweite Schritt wird ebenso mit aromatischem Duft eingeleitet, den man sich direkt mit einer Feder zufächelt. Jetzt geht es um die Gefühle, die von der Gedankenlast ausgelöst werden. Wieder geht es ausschließlich um eine neutrale Feststellung und nicht etwa darum, diese Gefühle zu rechtfertigen oder zu verurteilen. Wie reagieren wir auf die Last, was tut sie mit uns? Versuchen wir sie abzuwehren oder nehmen wir sie fatalistisch hin? Bereitet sie uns vielleicht sogar quälende Lust? All dies gilt es wieder neutral aufzunehmen und festzuhalten. Im Feedback auf die emotionale Befindlichkeit versuchen wir, uns zu vergegenwärtigen, in welcher Weise diese Gefühle eine toxische Last sind. Was macht sie giftig für uns? Fühlen wir uns vielleicht minderwertig, nicht geliebt, überflüssig oder unfähig?
Alles, was uns in unserem Sein abqualifiziert ist letztlich toxisch für Herz und Seele, weil es uns abschneidet von der Großartigkeit des Daseins.

Mit dem dritten Schritt setzen wir die Ausleitung der geistigen Gifte in Gang.
Begleitet vom aromatischen Duft atmen wir Lichtkraft ein, warten einen kleinen Moment, lassen sie innerlich bei der Gedankenlast irgendwo andocken und atmen Sorge, Enge und Dunkelheit aus. Mit dem nächsten Atemzug nehmen wir Vertrauen in uns auf, mit der Last in Kontakt kommen und atmen Zweifel und Unsicherheit aus. Mit dem dritten Einatmen lassen wir Freude und Inspiration an die Last und atmen Unlust und Lethargie aus.
Dies wiederholen wir beliebig oft und lassen das Ritual ausklingen.

Aromaberatung mit Duft-Test

Ihren persönlichen Duft entwickeln

Nase

Es ist ein sehr spannender Prozess, sich die Rezeptur für die eigene, ganz individuelle Duftmischung nach dem Ennearom-System zu erschnüffeln. Wir versenden dazu Riechstreifen mit ätherischen Düften, die nach einem Fragebogen ermittelt und im ersten Schritt zugeschickt werden. nach genauer Anleitung führen Sie dann einen Dufttest durch, der dann die Grundlage für die Komposition bildet. Es ist so etwas wie Ihr „Seelenöl“, das dabei erstellt wird.

„Räuchern für die Ahnen“

Ausgleich im Familiensystem

-Ein systemisches Räucherritual-

Die im November 2014 geplante Vortragsreise unter diesem Thema musste ich kurzfristig absagen, weil mein Vater im Sterben lag. Um die schöpferische Energie, die in die Vorbereitung  geflossen war, nicht einfach verpuffen zu lassen, entstand die Idee für dieses Video. Es sollte denen, die sich für die Abende angemeldet hatten, zumindest einen Eindruck vermitteln.