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Ennearom – Räucher-Panel

Dies ist ein regelmäßig stattfindender Online Räucherabend über Zoom, bei dem alle Teilnehmer*innen in ihrer Umgebung nach der gleichen Pflanze Ausschau gehalten haben und mit ihr in Kontakt gegangen sind. Es werden Wurzel, Stiel, Blätter und Blüten nacheinander gemeinsam verräuchert und alle dabei auftretenden Wahnehmungen geteilt. Das Ergebnis wird als Mitschnitt und Protokoll festgehalten.

Wir erforschen auf subtile Weise der Geist der Pflanze indem wir einen gemeinsamen Raum bilden, der rein energetischer Natur ist und dennoch von einer starken Körperlichkeit geprägt wird. Auch das Gefühlszentrum ist involviert, da Riechen ein Vorgang ist, der wesentlich im Limbischen System (Schaltzentrale der Gefühlswelt) Resonanzfindet. Wir aktivieren die Imaginationskraft und erlauben dem Duft-Eindruck der verräucherten Pflanzenteile, uns voll und ganz einzunehmen.

Das Ergebnis dieser Treffen ist immer so überzeugend, dass sofort sowohl Pflanze als auch der Termin für das nächste Panel festgelegt wird. Im Verlauf der vergangenen Jahre ist auf diese Weise schon ein eindrucksvolles Kompendium entstanden und es geht weiter!

Hier ist das Ergebnis vom August 2021 protokolliert von Annette Mader:

Oregano (Origanum vulgare)

Dost, Wilder Majoran, Wohlgemut, Müllerkraut

Das Thema der Pflanze –

Das Thema der Pflanze: Aus der Anspannung herausholen und den Kopf ruhigstellen.

Geschichte:

Bereits in der Antike wurde Oregano/ Dost als Gewürz- und Heilpflanze genutzt, in Ägypten Osiris zugeordnet und im Mittelalter gegen böse Geister benutzt. Es sollte auch vor Hexen schützen. Er gehört zu jenen Heilpflanzen, die seit alter Zeit als Bestandteil in Kräuterbuschen Verwendung finden. Diese gebundenen Kräutersträuße werden alljährlich an Mariä Himmelfahrt (15. August) in der Kräuterweihe gesegnet und dann im weiteren Verlauf des Jahres, in den Rauhnächten zum Schutz von Haus, Hof vor bösen Geistern, Unglück sowie Katastrophen jeglicher Art in Räucherpfannen auf glühender Holzkohle verräuchert. (Räucher-Guru)

Wurzeln:

Die Wurzeln des Oregano sind unterirdisch sehr verbunden und trotzdem nicht stark in der Erde verhaftet. Sie lassen sich leicht herausziehen. Ihr Duft kommt astralisch, tierisch, riecht nach Moschus und stellt eine Verbindung zum Tierreich her. Er wechselt zu sandig, erdig, wird dann warm, süß und duftet nach Vanille. Die Weichheit wandelt sich in Strenge. Der Duft der Wurzel will nicht mit der Feder bewegt werden. Er möchte von alleine aufsteigen und fordert diese Zeit zum Riechen ein. Er zieht in die Nase und löst ein leichtes Kribbeln aus. Von dort breitet er sich in den Bauchraum aus. Etwas Leichtes, sanft lockendes kommt immer wieder durch. Es ist die Verführung selber, die Insekten anlockt und auch uns auffordert, uns der Leichtigkeit hinzugeben, uns hin und her zu wiegen wie ihre Stiele im Wind. Es taucht ein Bild auf: Ein altes, russisches Mütterchen mit grauen Haaren, die zu einem Knoten gebunden sind, eine Brille auf der Nase, die Kindern teils grausliche Geschichten erzählt.

Der Duft zieht weiter durch die Nase und weckt unsere körperliche Präsenz. Er breitet sich über den Nacken, die Schulterblätter bis in die Arme aus und wirkt zentrierend. Er lässt in die Mitte kommen. Sein Feuerelement wirkt abwechselnd von streng – anstrengend, bis weich – entspannend. Seine Energie steigt im Körper hinab bis zu den Füßen und darüber hinaus. Er ist stark erdend. Ein Licht steigt aus der Mitte auf und führt unsere Hände zu einer liebevollen Umarmung um die rauchenden Wurzeln. Er vermittelt, einfach Sein, das Sein erfahren, dran sein! Einige Wurzeln fangen plötzlich an zu glühen ohne zu verbrennen.Diese Glut wird gebraucht, um neue Wurzeln zu schlagen.

Stiele:

Der Duft der Stiele erinnert an zarten Heuduft. Er will Beachtung und wirkt zuerst in der Nase. Bei manchen trocknet er die Schleimhäute aus, bei anderen regt er deren Produktion an. Der Mund wird mit einbezogen und der Speichelfluss aktiviert. Das ganze Gesicht und der Mund werden zu einem Lachen geformt, ohne dass Töne entstehen. Der Duft wird karamellig, wird bunt, dann wieder genau das Gegenteil. Auch hier kommt die Aufforderung, sich sanft wie im Winde, hin und her zu wiegen und er zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Der Duft der Stiele zieht aus der Hüfte über die Rückseite der Beine hinunter bis in den Boden. Der Kopf ist abgestellt, absolut ruhig und dennoch wach.

Blätter:

Die Blätter kommen sofort mit einem sehr starken, mächtigen Duft. Er riecht hintergründig leicht nach Minze und Eukalyptus und ist sehr aromatisch. Er zeigt eine gewisse Wildheit mit einer Energie, die von unten hochschießt. Es ist das Tier, das gebändigt und dessen Energie unter Kontrolle gehalten werden muss. Auch der Duft der Blätter kribbelt in der Nase und bringt zuerst einen starken Bewegungsimpuls. Er ist eine sehr präsente Duftpersönlichkeit, die etwas zu sagen hat. Er wirkt im Brustkorb und vermittelt Wärme und Geborgenheit. Aus der kurzfristigen Wild- und Leichtigkeit führt er in die Ruhe zurück. Das wilde Tier ist gebändigt und alle werden müde. Jetzt wirkt der Duft wie ein Schlafkraut. Aus dieser Ruhe entsteht neue Kraft.

Blüten:

Der Duft der Blüten erinnert an den Duft von Lavendel mit dessen Botschaft, die Schwere flieht vor dem Licht. Es ist ein süßer, sehr vertrauter, schöner Duft, der sich zu einem regelrechten Dufterlebnis entwickelt. Er ist vordergründig, aromatisch, kraftvoll und fokussiert das nährende Prinzip. Das sieht man auch an den Insekten, die in den Blüten ihren Nektar finden. Der Duft ist verführerisch. Man möchte immer noch mehr davon haben. Er regt die Körpersäfte an. Er geht über die Nase in den Kopf und berührt Emotion und Ratio. Der mentale Bereich wird besonders angesprochen. Unter dem Scheitelchakra sammelt er sich kreisend, so, als ob er eine Öffnung finden will. Er sucht einen Ausgang, eine Lösung, einen Ausweg!! Der kann jedoch nur auf der bewussten Ebene gefunden werden. Die kleinen Dinge, die drum herum sind, wollen beachtet werden. Daraus resultiert große Verantwortung.

Es entsteht eine tiefe Dankbarkeit für alles was ist. Diese Dankbarkeit hat eine Intensität von 90 %. Was sind die restlichen 10 %? Was will geöffnet werden, damit es ein Ganzes ergibt?

Gesamt:

Der Oreano bewegt sich leicht im Wind. Mit dieser Windbewegung zeigt er seine Leichtigkeit und fordert uns auf, uns zu bewegen, hin und her zu wiegen in absoluter Harmonie und Freude.

Der Duft des Oregano ist voller Symbole. Er zeigt Feuer, Herz, Urweiblichkeit, wildes Tier. Es ist überraschend, welche Gefühle er auslöst. Er bringt sehr stark in die Ruhe, in die Zentrierung, unterstützt das „sich annehmen“, stärkt den mütterlichen, weiblichen Aspekt. Er erinnert an die Göttinnen-Pflanze Artemisia. Der Oregano zeigt eine gewisse Wildheit mit einer Energie, die von unten hochschießt. Das Bild der alten Frau bringt die Verbindung unverkennbar zu Russland. Dort gibt es noch Bären, die durch das wilde Tier symbolisiert werden. Es will gesehen werden, auch wenn es nicht loslegen darf. Es muss gebändigt, und seine Energien unter Kontrolle gehalten werden damit es auf unsere Schöpfungsaufgabe ausgerichtet wird und am Erhalt der Schöpfung aktiv teilnimmt. Das ist eine Haltung!!! Nicht als Druck, sondern als Ausdruck unseres Selbst, der wahren Identität. Er wirkt am Tor der Werte. Zur persönlichen Entwicklung kann man ihn eine Woche lang jeden Tag räuchern und sich fragen, was löst er jetzt in mir aus?

Anwendungen:

reinigend, antiseptisch, antimykotisch (antifungal), antibakteriell, schützend, stärkend

Anwendung in der Räucherheilkunde: Grippe, Bronchitis, Fieber, Asthma, Appetitlosigkeit, Keuchhusten, Nasennebenhöhlenbeschwerden

Nutzung als Heilpflanze: In der Naturheilkunde wird Dost schon seit langer Zeit als Heilpflanze bei gesundheitlichen Beschwerden wie Husten, Menstruations-beschwerden, Mund- und Rachenentzündungen sowie bei Verdauungsstörungen angewandt. Die Volksmedizin der Antike kannte Oregano zudem als Mittel zur Förderung von Geburten.

Magic!

mein Rundgang durch die Naturatmosphäre dieses Augenblicks, hat jede Menge kleiner Wunder zutage gefördert.

Da war die Wahrnehmung, das Neue wird aus dem Alten hervorgehen. Das hat mir der Holunder zugeflüstert oder die Zaubernuss hat mit einen Motivationsschub gegeben, noch kreativer in die Welt der Imaginationen einzusteigen.

Wie kleine Elfchen auf Samtpuschen kommen die Blüten des immergrünen Geissblatts daher und verkünden mit hell-zitronig-blumig-süßen Aroma, dass das Neue in Kürze in die Welt gebracht werden wird. Da liegt so etwas wie frohe Erwartung und zugleich auch ein respektvoller Umgang mit dem Alten, das den Boden bereitet hat, in der Luft.

Es ist wunderbar, sich auf die Sprache der Natur einzulassen und diese feinen Signale aufzufangen!

In meinem Buch IMAGINATIONEN sind diese Planzenportraits auch eine Quelle für tiefer gehende Information

Lichtreflektionen

Heute bot sich an, mit der neuen Räuchermischung LICHT LEBEN zu experimentieren.

Es ist mal wieder ein kalter Sonnentag, der mich in den Zaubergarten lockt. Ich folgte einer ziemlich spontanen Ansage, dies mit Kamera zu tun und dabei auf Lichtreflektionen zu achten.

Die dabei entstandenen Aufnahmen, sprechen für mich Bände:

Da sind Gestalten, die sich sonnen unter eisblauem Firmament ihre warmen Mäntel tragen (Mammutbaum und Sicheltanne). Sie sind sich ihrer selbst als Hüter an der Schwelle bewusst. Jede auf ihre Weise, wie eins und zwei. Sie sagen:

Lebe deine Individualität, tue dies aber in Gemeinschaft mit dem Anderen!

Der Kirschlorbeer ist ziemlich robust und seine lederne Oberfläche reflektiert das Sonnenlicht sehr effektiv. Er sagt mir:

Versucht, nichts vor euch selbst zu verbergen. Das Licht verstärkt die Dunkelheit im Inneren.

Ein Gebilde von amorpher Erscheinung ist das trockene Schilf. Es schluckt regelrecht das Licht und verwandelt es in Wärme. Seine Botschaft ist:

Immer locker bleiben, dann kriegt das Leben dich nicht klein.

Die Wassergeister haben sich zurückgezogen und die Silberhaut der zarten Eisfläche schluckt und reflektiert das Licht zugleich. Hier schauen sie manchmal aus dem Eis heraus und sagen sowas wie:

Nehmt es wie es kommt und gebt den Dingen ihre Zeit. Hauptsache es kommt.

Eine Makroaufnahme von den Mammutbaumspitzen zeigt, wie ein starker Zusammenhalt aussieht. Hier ist Sippenkraft angesprochen. Das Licht hebt sie hervor. Sie sagt:

Zusammen gehen wir durch dick und dünn!

Die vereiste Kette hat dann richtig gezogen. Ihre vom Eis eingeschlossenen Kettenglieder wurden in der Reflektion des Lichtes zu menschlichen Wesen, die sich gegenseitig beim Aufstieg helfen. Das vom Dach tropfende Wasser, auf dem vorgegebenen Wege zu Eis gefroren, liefert eine elementare Projektion der menschlichen Gemeinschaftsaufgabe. Die Wirkkraft dieses Bildes finde ich enorm.

Die Räucherung begleitet mich ganz wunderbar, während ich diese Erlebnisse aufschreibe  und ich empfinde das Aroma in allen Stadien zutiefst unterstützend. Intensiv und subtil zugleich beflügelt LICHT LEBEN die Phantasie.

Ein Aufruf zur Selbstliebe

Ein eisig-sonniger Tag, Rauhreif auf dem Rasen und die Stürme der Rauhnächte haben ihre Spuren hinterlassen. Schönheit im Schilf sehe ich in der Anmut, wie dessen sterbende Blätter dort in einer Gebärde von Absichtslosigkeit gefallen sind und dies auch zum Ausdruck bringen.

Mit ihrer Flexibilität sind sie stets ein willkommener Spielgefährte des Windes gewesen, der sie letztlich dort abgelegt hat. Noch immer kann ich darin, wie sie dort liegen, die Signatur des Windes erkennen.

Buchstäblich mit der letzten Rauhnacht sind die sausenden, brausenden, extrem wasserreichen Nächte vorüber und heute ist ein strahlend heller Sonnentag mit blauem Himmel und einigen Minusgraden. Das hat mich in den Zaubergarten gelockt. Hi hi …kicherte Kurt, der Wächterwichtel am Eingang, „wer was sehen will, muss eben genau hinschauen und nicht nur sich selbst reden hören.“

Das abgefallene Laub liegt wie ein Mantel auf der Erde, um junge Pflänzchen vor dem Frost zu schützen.

Ich bin auch einigermaßen erstaunt, wie sich die zarten Eisenkrautblätter immer noch grün am Stiel halten. Der Pflanzenhelfer hat mir immer Durchsichtigkeit vermittelt und geholfen, das zu sehen, was im Inneren wirkt.

Das Lorbeerbäumchen habe ich dieses Jahr gut verpackt, um gegen Frost und Wildverbiss diesmal besser gerüstet zu sein. Da bin ich froh, denn der Pflanzenhelfer: … verhilft uns, Verneinung zu überwinden und die Pforten der Wahrnehmung am Tor der Zuversicht im rechten Augenblick zu öffnen um zu Reife und Vollendung zu gelangen. Genau das wünsche ich jetzt auch sehr gerne für diese Pflanze. Ich habe bereits gesehen, wie sie an diesem Ort in zehn Jahren stehen wird.

Mein abschließender Blick auf die von der Sonnen bestrahlte Schilfwand, bleibt an einem interessanten Schattenbild hängen, dessen Bedeutung ich zu ergründen suche, bevor mir bewusst wird, dass es sich um meinen eigenen Schatten handelt. Dabei wird mir klar, wie wichtig es ist, mich selbst mit den Augen der Liebe zu betrachten. Insbesondere dann, wenn ich meinen eigenen Schatten anschaue.

Pilzphänomen Judasohr

In meinem Infobrief zur Wintersonnenwende kam ein wesentlicher Impuls von diesem Pilz und irgendwie wollte er wohl in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen.
 
Das Judasohr Auricularia polytricha Familie: Ohrlappenpilzartige (Auriculariales)
Synonyme: Waldohr, Baumohr, Wolkenohrpilz, Holunderschwamm
 
Ich ging also in den Zaubergarten, um diesen schmackhaften Pilz (als chinesischer Morchel bekannt) zu ernten. Dabei ist meine volle Konzentration auf Erscheinungsbild und Körperstruktur dieses ohrartigen Pilzwesens ausgerichtet, um seine Schönheit zu sehen. Das ist für mich die adäquate Haltung, um in Kontakt zu treten. Dann fallen mir Worte ein und in diesem Falle war es die Aussage:
 
…oft hört ihr nur das, was ihr hören wollt!
 
Wenn ich diesen Satz auf das „Hören“ der Pflanzenbotschaft anwende, wird’s richtig lustig. Eigentlich höre ich sie ja auch nicht wirklich sondern sehe sie mit inneren Augen.
Meine Aufgabe liegt darin, die Worte zu finden, die innerlich empfangene Botschaft irgendwie zu formulieren.
Wenn mir das Judasohr so etwas erzählt, dann muss ich mich ganz darauf einlassen, um den Zusammenhang zu erweitern. Das ist spannend. Zunächst einmal erstaunt mich sein knorpelartiger Charakter. Der Bezug zum Wasser ist da offenbar sehr ausgeprägt. Er kann es festhalten und ebenso gut loslassen. Er sitzt fest am Baum, lässt sich aber auch gut pflücken. Auf die Witterungsverhältnisse kann er sich hervorragend einstellen und große Trockenheit macht ihm nichts aus. Er zieht sich zusammen und wird ganz stabil und fest und erlangt wieder seine knorpelweiche Gestalt, sobald es feuchter wird. Die Regulation von Feucht- und Trockenzuständen und damit verbundene Widerstandskraft ist also sein Spezialgebiet!
Die Signatur weist auf  Pumpenmembrane oder sowas wie Herzkammern hin. Mein Sufilehrer Jabrane sagte mal, das Herz sei direkt mit dem Ohr verbunden und man müsse auf seine innere Stimme lauschen,
 
Ich habe im Zuge weiterer Recherchen entdeckt, dass er in der TCM  – Mu-Ehr genannt – der vielleicht wichtigste „Vitalpilz“ unserer Breitengrade ist. In meiner unmittelbaren familiären Umgebung sind kürzlich mit Vitalpilzen sehr positive Erfahrungen gemacht worden und jetzt heißt es hier:
 
Der Pilz verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, ist entzündungshemmend und stabilisiert unser Immunsystem. Er gilt als immunisierend, stärkend, kräftigend. Bei der Cholesterinregulierung senken die Inhaltsstoffe auf ganz natürliche Weise den Wert des „schlechten“ LDL-Cholesterins, während das „gute“ HDL-Cholesterin geschont wenn nicht sogar stabilisiert wird. Als Ergebnis davon treten in Regionen Südostasiens, wo Auricula zum täglichen Speiseplan zählt, deutlich weniger Fälle von Herzinfarkten und Thrombosen auf als in Landstrichen, wo es nicht verzehrt wird. (Zitat:www.passion-pilze-sammeln.com)
Dies ist besonders interessant weil ich diesen Pilz zunächst zum Räuchern, aber offenbar jetzt auch zum Verzehr im Zusammenhang mit der Wintersonnenwendfeier nutzen sollte. Da Inge eine Suppe machen wollte, wird’s jetzt halt eine asiatische.
Und so habe ich die Pilzernte zum Trocknen in den Dörrapparat gelegt.
Getrocknet  hat er eine extrem widerstandsfähige Struktur und raschelt im Behälter. Natürlich lässt er sich so auch hervorragend im Mörser zu Pulver verreiben, um als Vitalpilz eingenommen zu werden.
Seine „Botschaft“ musste im spirituellen Sinne etwas mit Erweiterung der Wahrnehmung zu tun haben, um sich nicht zu schnell mit einem Zustand zu identifizieren, weil der eigene Wille viel zu oft ferngesteuert wird. Nicht nur von den Medien, auch unsere Prägungen suggerieren Positionen, von denen wir meinen, dass wir es so wollen. Er weist uns also darauf hin, das Ohr offen zu halten, um den Rastern der fixierten Vorstellungen zu entkommen. Damit bringen wir unser Leben energetisch in Fluss und vermeiden Blockaden.
In diesem Sinne auf wunderbare Rauhnächte!

Zu einem bedeutsamen Schritt geführt

… hat mich die Nachricht einer spirituellen Freundin in Resonanz auf meinen Samhain-Infobrief, den ich hier für interessierte Menschen öffentlich machen möchte. Ich fühle, dass dies wichtig ist, weil diese Maisgeschichte einen großen Kreis anspricht und bewegt. Als ich Marions  Päckchen mit einer Reihe dieser wundervollen Regenbogenmaiskolben öffnete, ist mir wahrlich das Herz aufgegangen.

Ob es Marions persönliche Geschichte ist oder die von Carl „White Eagle“  Barnes, dessen Cherokee-Wurzeln  ihm das Wissen seiner Vorfahren nahe brachten, beide berühren mich gleichermaßen.

Carl’s spiritueller Weg, der auch zu dem Namen „White Eagle“  führte, bildete sich in den Zeremonien, die mit Pflanzung, Ernte und Ehrung der Saat alter Maissorten und damit verbundener Überlieferung einher ging. Er beobachtete immer mehr traditionelle Körner, die plötzlich in der Ernte auftauchten nachdem sie für viele Stämme seit Generationen verschwunden waren. Er präsentierte sie den „Elders“ dieser Stämme und half ihnen damit ein Stück weit ihre kulturelle und  spirituelle Identität zurück zu bekommen. Ihr „Corn“  war aufs Engste verbunden mit Blutlinie, Sprache und die Wahrnehmung ihrerselbst. Im Dienst dieser Sache wurde für Carl die innere Natur der Maispflanze und ihrem mystischen Bezug zum Menschen immer wesentlicher, führte zu tiefen Einsichten und machte ihn zu einem anerkannten Lehrer, dessen Weisheit im Laufe der Jahre sehr viele Menschen inspiriert hat und von ihm in drei Worten zusammengefasst wurde:

Die Saat erinnert

Carl L.Barnes war es, der im Jahr 2012 diesen einzigartigen Regenbogenmais wiedergefunden hat, der unter der Bezeichnung „glass gem“  heute jeden Bewahrer alter Saatsorten begeistert.

Für mich steht das Verbindende unter uns Menschen ganz im Vordergrund meiner Arbeit und somit ist die Vereinigung der Unterschiede zu einem wundervollen Ganzen ein großartiges Bild, das von diesem Regenbogenmais ausgeht. Die Resonanz zum „Stamm der vielen Farben“ ist spürbar und ich werde diesen Mais im kommenden Frühjahr reichlich pflanzen, um diese wertvollen Körner ab November 2018 verteilen  zu können. Das ist für mich eine Form, zur Verbreitung des Friedens in der Welt beizutragen .

Mich hat die Beschäftigung mit der Mais-Thematik auch dazu bewegt, einen großen Bergkristall im Rahmen des Ausbildungsabschlusswochenendes am vergangenen Sonntag im Bachlauf des Zaubergartens zu platzieren, um die Energie von Transparenz, Öffnung und Liebe durch das fliessende Wasser in die Welt tragen zu lassen.

Traumverlorene Hydrolate

Seit Jahrtausenden praktizieren die Menschen alchemistische Verwandlung von Stoffen. Das Feinere soll aus dem Gröberen geboren werden. Aus der Praxis entstehen neue Erfahrungen die wiederum eine Schlüsselfunktion für den Zugang in die inneren Bereiche erfüllen. Wenn ich den alchemistischen Gedanken so weit fasse, dann hat mich dieses Thema schon vor langer Zeit gerufen. 10 Jahre Theorie und Praxis in den Ausbildungen hat mich immer wieder das Thema streifen lassen, aber jetzt mit dem neuen Alambic ist bei mir das Hydrolat-Fieber ausgebrochen!

Da ich den Prozess auf meine Weise dokumentiere, könnte hier mein neues Buchprojekt entstehen. Die Energie der Jahreszeit, des anbrechenden Sonnenjahres, trägt im Sinne der Ko-Kreativität ihren Teil dazu bei.Dies ist eine wunderbare Form des Dialogs mit dem Pflanzengeist. Hier ist es das Strauch-Geissblatt (Lonicera x purpusii) das mit seinem frangipaniartigen Duft oft für eine Überraschung im Januar gut ist. Erstaunlich, wie spät es in diesem Jahr erst blüht, als hätte es auf den neuen Alambic gewartet. Ich gehe mit den Pflanzen im Zaubergarten auf diese Weise durch das Jahr. Es gibt bestimmt viele unter meinen Freundinnen und Freunden, die mit diesem Thema so einiges anfangen können.

Ein spannendes Ereignis steht mir bevor!

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Auf Empfehlung unseres Freundes und Geschäftspartners Stefan Bergmann, hat mich Miriam Linda Weiss angesprochen und eingeladen, als Experte für Pflanzenkommunikation  an diesem Online-Kongress teilzunehmen. Ich habe mich mit ihren Zielen beschäftigt und dann sehr gerne zugesagt. Ihren Ansatz empfinde ich als gut und wichtig und ihr Vorgehen als mutig und intelligent. Da bin ich gerne dabei!

Das Interview mit Miriam erfolgte über einen Link zum entsprechenden Zoomraum, der einen Bild- und Tonkontakt mit ihr möglich machte und mitgeschnitten wurde. Dabei hatten wir einige Übertragungsprobleme, weil die Wlan-rate in meinem Büro anscheinend etwas zu niedrig war, so dass das Bild bisweilen einfror und der Ton nur sehr verzögert durchkam. Ich wechselte zu meinem Macbook an einem stärkeren Empfangspunkt und wir konnten das Interview zunächst sehr viel flüssiger weiterführen. Dann jedoch stürzte das Programm komplett ab und ich wurde nach meinem Verschlüsselungscode gefragt. Das war mir suspekt und so wechselte ich wieder zu der holperigen Kommunikations-Schiene an meinem Arbeitsplatz.

Trotz dieser Herausforderung hat es total Spaß gemacht und es gelang uns , ein richtig gutes Gespräch zu führen. Es gab bestimmt einiges zu schneiden, deshalb bin ich sehr gespannt, wie das Resultat ausfällt.

Mein Interview wird am 02. Januar 2017  kostenlos im Netz öffentlich zugänglich sein. Wenn Du daran interessiert bist, macht es Sinn, Dich mit einem Klick auf das obige Bild oder hier in das Portal zu begeben und dort mit Emailadresse anzumelden. Ab dem 25.12. sollen dann täglich drei Interviews veröffentlicht werden. Du bekommst dann entsprechende Hinweise zu den Interviews als Erinnerung per Mail rechtzeitig zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos und das Material nur für einen begrenzten Zeitraum öffentlich. Danach ist es möglich, den kompletten Kongress mit allen Beiträgen als kostenpflichtigen Download zu bestellen, wenn man mag.

Dies ist ein Projekt auf der Höhe der Zeit, was Kommunikationstechnik und echtes Engagement betrifft. Es verspricht, durch den Mix unterschiedlichster Referenten, auch ein interessantes Kaleidoskop an Impulsen für die Würdigung unserer Mutter Erde hervorzubringen.

Geist der Bäume

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unter dem Titel „Geist der Bäume“ hat  Frank Hageneder ein umfassendes Werk mit diffrenzierter Beschreibung der feinstofflichen Naturwesen verfasst und hat sich bei Radio Evolve kürzlich mit dem Philosophen Tom Steininger unterhalten. Wer mag, kann es sich im Archiv  anhören.

Link zum Archiv

Kurz vor diesem Interview hatte ich noch in einem evolutionären Dialog („co-creation lab“ angeleitet durch Tom Steininger) meine Erfahrung zu einer Kombination aus Baum-Meditation und nachfolgendem Austausch nach evolutionären Dialog-Kriterien geschildert. Im Rahmen dieses Experiments manifestierte sich nämlich die Sicheltanne auf besondere Weise. Verschiedene Teilnehmer hatten mit übereinstimmenden Wahrnehmungen mit diesem Baum meditiert. Der Geist dieser Tanne war bei dem Dialog danach tatsächlich greifbar im Raum! Das war beeindruckend. Dass kurz danach dieses Interview erfolgte, hat mich als Synchronizität berührt.

Das Buch geht in Druck!

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Ich habe die intensivste Arbeitsphase hinter mir: Feintuning beim Layout und immer wieder Korrekturen… aber jetzt ist diese Phase vorbei und die Belichtungsdaten gehen an die Druckerei…uff…das wäre geschafft! Ich freue mich auf das Resultat, denn „Imaginationen“ ist ein stimmiges Buch geworden, das meine Arbeit mit Pflanzen- und Naturwesen in Wort und Bild gut zum Ausdruck bringt. Alle, die es bestellt und damit den Entstehungsprozess bei Startnext unterstützt haben, werden es zum Erntedankfest in den Händen halten. Ab dann kann es auch im flora perpetua shop bestellt werden.