Archiv für den Monat: Januar 2018

Lichtreflektionen

Heute bot sich an, mit der neuen Räuchermischung LICHT LEBEN zu experimentieren.

Es ist mal wieder ein kalter Sonnentag, der mich in den Zaubergarten lockt. Ich folgte einer ziemlich spontanen Ansage, dies mit Kamera zu tun und dabei auf Lichtreflektionen zu achten.

Die dabei entstandenen Aufnahmen, sprechen für mich Bände:

Da sind Gestalten, die sich sonnen unter eisblauem Firmament ihre warmen Mäntel tragen (Mammutbaum und Sicheltanne). Sie sind sich ihrer selbst als Hüter an der Schwelle bewusst. Jede auf ihre Weise, wie eins und zwei. Sie sagen:

Lebe deine Individualität, tue dies aber in Gemeinschaft mit dem Anderen!

Der Kirschlorbeer ist ziemlich robust und seine lederne Oberfläche reflektiert das Sonnenlicht sehr effektiv. Er sagt mir:

Versucht, nichts vor euch selbst zu verbergen. Das Licht verstärkt die Dunkelheit im Inneren.

Ein Gebilde von amorpher Erscheinung ist das trockene Schilf. Es schluckt regelrecht das Licht und verwandelt es in Wärme. Seine Botschaft ist:

Immer locker bleiben, dann kriegt das Leben dich nicht klein.

Die Wassergeister haben sich zurückgezogen und die Silberhaut der zarten Eisfläche schluckt und reflektiert das Licht zugleich. Hier schauen sie manchmal aus dem Eis heraus und sagen sowas wie:

Nehmt es wie es kommt und gebt den Dingen ihre Zeit. Hauptsache es kommt.

Eine Makroaufnahme von den Mammutbaumspitzen zeigt, wie ein starker Zusammenhalt aussieht. Hier ist Sippenkraft angesprochen. Das Licht hebt sie hervor. Sie sagt:

Zusammen gehen wir durch dick und dünn!

Die vereiste Kette hat dann richtig gezogen. Ihre vom Eis eingeschlossenen Kettenglieder wurden in der Reflektion des Lichtes zu menschlichen Wesen, die sich gegenseitig beim Aufstieg helfen. Das vom Dach tropfende Wasser, auf dem vorgegebenen Wege zu Eis gefroren, liefert eine elementare Projektion der menschlichen Gemeinschaftsaufgabe. Die Wirkkraft dieses Bildes finde ich enorm.

Die Räucherung begleitet mich ganz wunderbar, während ich diese Erlebnisse aufschreibe  und ich empfinde das Aroma in allen Stadien zutiefst unterstützend. Intensiv und subtil zugleich beflügelt LICHT LEBEN die Phantasie.

Ein Aufruf zur Selbstliebe

Ein eisig-sonniger Tag, Rauhreif auf dem Rasen und die Stürme der Rauhnächte haben ihre Spuren hinterlassen. Schönheit im Schilf sehe ich in der Anmut, wie dessen sterbende Blätter dort in einer Gebärde von Absichtslosigkeit gefallen sind und dies auch zum Ausdruck bringen.

Mit ihrer Flexibilität sind sie stets ein willkommener Spielgefährte des Windes gewesen, der sie letztlich dort abgelegt hat. Noch immer kann ich darin, wie sie dort liegen, die Signatur des Windes erkennen.

Buchstäblich mit der letzten Rauhnacht sind die sausenden, brausenden, extrem wasserreichen Nächte vorüber und heute ist ein strahlend heller Sonnentag mit blauem Himmel und einigen Minusgraden. Das hat mich in den Zaubergarten gelockt. Hi hi …kicherte Kurt, der Wächterwichtel am Eingang, „wer was sehen will, muss eben genau hinschauen und nicht nur sich selbst reden hören.“

Das abgefallene Laub liegt wie ein Mantel auf der Erde, um junge Pflänzchen vor dem Frost zu schützen.

Ich bin auch einigermaßen erstaunt, wie sich die zarten Eisenkrautblätter immer noch grün am Stiel halten. Der Pflanzenhelfer hat mir immer Durchsichtigkeit vermittelt und geholfen, das zu sehen, was im Inneren wirkt.

Das Lorbeerbäumchen habe ich dieses Jahr gut verpackt, um gegen Frost und Wildverbiss diesmal besser gerüstet zu sein. Da bin ich froh, denn der Pflanzenhelfer: … verhilft uns, Verneinung zu überwinden und die Pforten der Wahrnehmung am Tor der Zuversicht im rechten Augenblick zu öffnen um zu Reife und Vollendung zu gelangen. Genau das wünsche ich jetzt auch sehr gerne für diese Pflanze. Ich habe bereits gesehen, wie sie an diesem Ort in zehn Jahren stehen wird.

Mein abschließender Blick auf die von der Sonnen bestrahlte Schilfwand, bleibt an einem interessanten Schattenbild hängen, dessen Bedeutung ich zu ergründen suche, bevor mir bewusst wird, dass es sich um meinen eigenen Schatten handelt. Dabei wird mir klar, wie wichtig es ist, mich selbst mit den Augen der Liebe zu betrachten. Insbesondere dann, wenn ich meinen eigenen Schatten anschaue.